Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.06.2016

16:39 Uhr

Rückgang des Überangebots

Molkerei sieht Erholung auf dem Milchmarkt

Die Milchmengen in Deutschland und anderen EU-Ländern gehen laut Deutschlands größter Molkerei DMK inzwischen wieder zurück. Das Unternehmen hält daher eine Erholung auf dem Milchmarkt bis Jahresende für möglich.

In den vergangenen zehn Wochen ist laut eigenen Angaben die Milchanlieferung bei Deutschlands größtem Molkereiunternehmen um insgesamt 5 Prozent im Vorjahresvergleich gesunken. dpa

Melkanlage

In den vergangenen zehn Wochen ist laut eigenen Angaben die Milchanlieferung bei Deutschlands größtem Molkereiunternehmen um insgesamt 5 Prozent im Vorjahresvergleich gesunken.

BremenDeutschlands größtes Molkereiunternehmen DMK hält eine leichte Erholung auf dem stark unter Druck geratenen Milchmarkt bis Ende des Jahres für möglich. Mittlerweile sei ein Rückgang der Milchmengen in Deutschland und anderen EU-Ländern festzustellen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Milchkontors (DMK), Josef Schwaiger, am Dienstag in Bremen bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

So sei in den vergangenen zehn Wochen die Milchanlieferung beim DMK um insgesamt 5 Prozent im Vorjahresvergleich gesunken. Auf Bundesebene werde allein für die zweite Juni-Woche ein Rückgang von 1,7 Prozent berichtet.

Vor dem Ort der Pressekonferenz protestierte eine Gruppe der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gegen das DMK-Unternehmen und dessen aktuellen Milchpreis von 20,8 Cent pro Liter. Wirtschaftlichkeit gebe es erst ab 40 Cent, sagte Abl-Bundesgeschäftsführer Georg Janßen.

Mehr Marktwirtschaft: Milchkühe brauchen keinen Artenschutz

Mehr Marktwirtschaft

Premium Milchkühe brauchen keinen Artenschutz

Der Staat sollte das Landleben nicht romantisch verklären und den Strukturwandel auf den Agrarmärkten fördern. Das ist nicht nur aus Marktgesichtspunkten notwendig. Eine Analyse.

Dringend notwendig sei ein befristetes Bonus-Programm, das die Bauern honoriere, die Milchmengen reduzierten. „Der Bauer verliert pro Jahr und Kuh rund 1000 Euro. Das ist dramatisch“, sagte Johanna Böse-Hartje vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter in Niedersachsen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×