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30.03.2006

11:30 Uhr

Rückkehr in Gewinnzone

Condor will wieder hoch hinaus

Der Ferienflieger Condor ist mit Schwung ins laufende Geschäftsjahr 2005/06 gestartet. Der Touristikkonzern bleibt allerdings auch nach seiner Rückkehr in die Gewinnzone auf Sparkurs. Immerhin hat die Thomas-Cook-Tochter ehrgeizige Ziele.

Condor-Chef Ralf Teckentrup steht während der Jubiläumsveranstaltung der Airline auf dem Frankfurter Flughafen mit erhobenem Daumen vor einer neu gestalteten Boeing 757-300. Foto: dpa

Condor-Chef Ralf Teckentrup steht während der Jubiläumsveranstaltung der Airline auf dem Frankfurter Flughafen mit erhobenem Daumen vor einer neu gestalteten Boeing 757-300. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Im Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair, Easyjet und Air-Berlin will Condor mit kürzeren Standzeiten an den Flughäfen und mehr Pünktlichkeit Geld und Boden gut machen. „Wir wollen in diesem Jahr nochmal zwei bis drei Prozent Kostensenkung hinbekommen“, sagte der Chef der Thomas-Cook-Tochter, Ralf Teckentrup, am Mittwochabend in Frankfurt. Mit fast 700 Gästen wurde am Mittwoch der 50. Geburtstag der Fluggesellschaft gefeiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 (31.10.) erwirtschaftete die Condor nach hartem Sparkurs erstmals wieder einen Gewinn. Vor Steuern standen 20,5 Mill. Euro zu Buche nach einem Verlust von 38 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz nahm um 0,7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zu. Die Zahl der Passagiere stieg um 4,6 Prozent. Im ersten Quartal setzte sich der Gästezuwachs mit plus zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fort. Ende 2006 erwartet die Condor den 150-millionsten Fluggast ihrer 50-jährigen Geschichte.

Nachdem der Condor 2004 Personalabbau und Gehaltskürzungen verordnet worden waren, um das Überleben zu sichern, ist ein weiteres Abschmelzen der Belegschaft zunächst nicht geplant. „Wir haben noch geringe Reserven in puncto Produktivität in diesem Geschäftsjahr, dann sind wir aber an einer Grenze angekommen, die wir nicht überschreiten wollen“, sagte Teckentrup. Im Geschäftsjahr 2004/2005 sank die Mitarbeiterzahl um weitere 17 Prozent auf 2235. Drei Jahre zuvor hatte die Condor gut 3100 Beschäftigte.

Potenzial zur Kostensenkung sieht Teckentrup dagegen in Sachen Pünktlichkeit: Eine Stunde Verspätung innerhalb Europas koste 3000 Euro. Condor strebe an, 90 Prozent der Kontinentalflüge und 85 Prozent der Interkontinentalflüge pünktlich ans Ziel zu bringen. Zum Vergleich: In den vergangenen drei Monaten waren es gut 80 Prozent. Boden gut machen will Condor zudem durch günstige Städteverbindungen, die an diesem Freitag von München aus aufgenommen werden. „Wir bleiben bei unserem Ziel, Condor zu Deutschlands führender Freizeitfluggesellschaft zu machen“, betonte Teckentrup.

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