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26.01.2004

11:30 Uhr

Rückkehr zu Profit Centern

Cook verordnet sich neue Struktur

Erst vor wenigen Wochen wurde bei Thomas Cook ein neuer Vorstandschef berufen. Nun werden weitere Veränderungen im Management des finanziell angeschlagenen Touristikkonzerns vorgenommen.

HB HANNOVER. Für den wichtigsten Absatzmarkt Deutschland mit der Hauptmarke Neckermann kündigte der Konzern am Montag klarere Verantwortlichkeiten an. Die einzelnen Abteilungen etwa für Nahflüge, Fernflüge, Autoreisen, Vertrieb und die Marken Thomas Cook Reisen und Aldiana würden künftig eine klar abgegrenzte Einheit und als so genanntes Profit Center auch für ihren Ertrag verantwortlich, teilte Cook mit.

Die unübersichtliche Management-Struktur galt neben den hohen Kosten der konzerneigenen Fluggesellschaft als eine Ursache für die hohen Verluste des zweitgrößten europäischen Reisekonzerns nach Marktführer Tui. Diese hatten im November zur überraschenden Ablösung von Vorstandschef Stefan Pichler und Finanzvorstand Norbert Kickum geführt.

Die Folge der Profit Center seien kürzere Entscheidungswege, eindeutige Ergebnisverantwortung und bessere Marktnähe, sagte Vorstandsmitglied Peter Fankhauser. Dieser war vom Aufsichtsrat der gemeinsamen Touristik-Tochter der Konzerne Lufthansa und Karstadt als einziger im Amt belassen worden. Thomas Cook hatte im vorigen Jahr unter der anhaltenden Reiseflaute wesentlich stärker gelitten als Tui und andere Konkurrenten und rechnet nach bisherigen Schätzungen für das Geschäftsjahr 2002/2003 (zum 31. Oktober) mit einem operativen Verlust in Höhe 250 bis 300 Mill. €.

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