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16.08.2016

16:21 Uhr

Rücknahme von Elektroschrott

Umweltschützer werfen Ikea Verstöße vor

Bei der Rücknahme von Altgeräten kommt es bei Ikea laut der Deutschen Umwelthilfe häufiger zu Schwierigkeiten. Das Unternehmen räumt fehlerhaftes Verhalten seines Dienstleisters ein und spricht von Anlaufschwierigkeiten.

Laut einer Sprecherin nimmt Ikea Altgeräte sowohl in den Filialen als auch per Post gemäß den gesetzlichen Vorschriften zurück. AFP; Files; Francois Guillot

Ikea in Schweden

Laut einer Sprecherin nimmt Ikea Altgeräte sowohl in den Filialen als auch per Post gemäß den gesetzlichen Vorschriften zurück.

BerlinDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft dem Möbelriesen Ikea vor, gegen die Rücknahmepflicht für alte Elektrogeräte zu verstoßen. Bei Testbesuchen sei die Rücknahme von Kleingeräten wie Glühbirnen verweigert worden, erklärte der Verband am Dienstag. Auch seien die Testkunden in den Filialen nicht korrekt über die hierzu geltenden Regelungen informiert worden. Die DUH forderte eine Unterlassungserklärung von Ikea.

Nach Angaben der Organisation gab es unter anderem Schwierigkeiten mit dem Dienstleister zmart24, der von Ikea mit der Rücknahme von kleineren Elektrogeräten und Leuchtmitteln beauftragt wurde. Das Möbelhaus räumte ein, bei dem Test habe sich „der Mitarbeiter des Dienstleisters leider nicht korrekt verhalten und die Rücknahme abgelehnt“. Dies sei ein „Versehen“ gewesen, versicherte eine Ikea-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Laut der Sprecherin nimmt Ikea Altgeräte sowohl in den Filialen als auch per Post gemäß den gesetzlichen Vorschriften zurück. Sie wies zugleich darauf hin, dass der Umgang mit den Altgeräten noch recht neu sei. „Sollte es in Einzelfällen zu Problemen bei der Rückgabe kommen, sind das Anlaufschwierigkeiten, wie sie bei der Einführung von neuen Verfahrensweisen auftreten können.“

Das Gesetz zur Rücknahmepflicht gilt bereits seit Oktober, eine letzte Übergangsfrist lief allerdings noch bis zum 24. Juli. Händler ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern müssen kleine Elektrogeräte wie Haartrockner oder Toaster grundsätzlich zurücknehmen. Eine Rücknahmepflicht für größere Geräte gibt es, wenn Kunden ein gleichwertiges Neugerät kaufen. Die Regelungen betreffen auch Onlinehändler, die entsprechend große Versand- oder Lagerflächen haben.

Von

afp

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