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24.01.2007

12:20 Uhr

Ruhe im Konzern und Wachstum

Rewe-Chef hat hehre Ziele unter neuen Farben

Der neue Rewe-Chef Alain Caparros will nach mehreren Führungswechseln wieder Ruhe in den Kölner Handelskonzern bringen.

dpa-afx KÖLN. "Unsere einzige Aufgabe ist, wieder Ruhe zu bekommen", sagte der Franzose am Dienstagabend vor Journalisten in Köln. Er distanzierte sich erneut von seinem Vorgänger Achim Egner, der eine Zentralisierung der genossenschaftlich organisierten Einzelhandelsgruppe angestrebt hatte.

Caparros dagegen gibt den einzelnen Märkten wieder mehr Mitspracherechte: "Der Kurs, den wir mit Dr. Egner genommen haben, war falsch, einfach falsch", betonte er. "Die jetzige Struktur ist dezentral: Wir sind dadurch viel leichter und beweglicher geworden." Die Zeit der Personalquerelen sei nun vorbei: "Wir wollen uns endlich mit Waren und Kunden befassen. Das ist es, was wir bis jetzt zu wenig gemacht haben."

So wolle Rewe in diesem Jahr 1,2 Mrd. Euro investieren, etwa in Deutschland und Österreich. Unter anderem würden neue Supermärkte eröffnet und bestehende umgestaltet. "Wir wollen unter den ersten Drei sein, sonst haben wir keine Berechtigung", sagte Caparros. Ziel sei es, den Marktanteil von derzeit 16 Prozent auf 18 bis 20 Prozent im Jahr 2011 zu steigern, erläuterte Vorstandsmitglied Stephan Fanderl. Umsatz und Gewinn der Rewe-Gruppe - zu der auch der Discounter Penny gehört - seien 2006 gestiegen.

Im vergangenen September hatte Rewe bundesweit 3 000 Supermärkte auf ein einheitliches Rewe-Logo umgeflaggt. Namen wie Stüssgen, Otto Mess und Minimal verschwanden. Die Kunden hätten dies sehr gut akzeptiert, und die Marke Rewe sei dadurch deutlich bekannter geworden, sagte Fanderl: "Schon bis Ende 2006 ist es unter der neuen Marke Rewe gelungen, rund acht Millionen Kunden mehr als im Vorjahr in unsere Supermärkte zu bringen."

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