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12.01.2005

16:10 Uhr

Rund 93 Prozent aller Züge pünktlich

Bahn kam 2004 seltener zu spät

Im vergangenen Jahr ist die Deutsche Bahn im Schnitt deutlich pünktlicher geworden. Im gesamten Personenverkehr - angefangen bei der S-Bahn bis hin zum ICE - kamen rund 93 Prozent der Züge zur vorgesehenen Zeit an.

HB BERLIN/STUTTGART. Dies seien etwa zehn Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor, sagte ein Sprecher am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“. Hintergrund seien vor allem weniger Verspätungen im Fernverkehr, wo nun 85 bis 86 % der Züge planmäßig oder maximal fünf Minuten zu spät waren. Regionalzüge erreichten bis zu 94 %, die S-Bahnen erneut bis zu 98 % Pünktlichkeit im Jahresschnitt.

Die Bahn arbeite daran, die Pünktlichkeit zu stabilisieren und auszubauen, sagte der Sprecher. Hintergrund für die besseren Werte seien etliche kleinere Optimierungen in Abläufen oder im Fahrplan. Behinderungen durch einen herbstlichen Schmierfilm auf den Gleisen seien etwa in Nordrhein-Westfalen gezielt ins Visier genommen worden. Servicekräfte („Rotkäppchen“) auf Bahnsteigen sorgten dafür, die Zugabfertigung zu beschleunigen. Zudem gab es weniger Baustellen. Nach erheblichem Kundenärger über Verspätungen im Jahr 2003 hatte der bundeseigene Konzern die Pünktlichkeit besonders ins Auge gefasst.

Ein Zug gilt als verspätet, wenn er das Ziel mehr als fünf Minuten zu spät erreicht. Im Luftverkehr werden Verspätungen erst bei mehr als 15 Minuten über Plan gezählt. Über die Schienen in Deutschland rollen täglich rund 37 000 Züge. Dabei entfällt der Großteil auf den Nahverkehr mit rund 1,5 Mrd. Fahrgästen pro Jahr. Die Fernzüge beförderten im Jahr 2003 rund 117 Mill. Reisende.

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