Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.07.2013

10:13 Uhr

Saks Fifth Avenue

Kanadier stürzen sich auf New Yorker Kaufhausikone

Hawaii-Hemden für 300 Dollar: Bei Saks an der New Yorker Fifth Avenue kein Problem. Die ganze Kaufhauskette kostet 2,4 Milliarden Dollar. Jetzt hoffen kanadische Lehrer, dass Online-Shopping die Firma nicht gefährdet.

Taxis vor Saks Fifth Avenue in Manhattan: Ein Fünftel des Konzernumsatzes. ap

Taxis vor Saks Fifth Avenue in Manhattan: Ein Fünftel des Konzernumsatzes.

New YorkLage, Lage, Lage: Die drei Voraussetzungen für eine erfolgreiche Immobilie treffen auf das New Yorker Luxuskaufhaus Saks Fifth Avenue zu. Gegenüber liegt das berühmte Rockefeller Center, wo sich jährlich allein Millionen Touristen in der Adventszeit den berühmtesten Weihnachtsbaum New Yorks anschauen. Einen Block nördlich liegt die St. Patrick's Cathedral, die schon mal als Filmkulisse für Hollywood-Blockbuster dient – ebenfalls ein Touristenmagnet.

Bereits seit fast 90 Jahren ist das Geschäft eine Anlaufstelle für Luxus-Käufer in Manhattan. Daran dürfte sich auch durch einen Besitzerwechsel nichts ändern: Die kanadische Firma Hudson's Bay Co. (HBC) kauft für 2,4 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro) das Traditionskaufhaus und die dazugehörige Kaufhauskette. Insgesamt 41 Geschäfte tragen den Namen „Saks Fifth Avenue“, hinzu kommen 67 „Off 5th“-Kaufhäuser, die „Discount-Luxus“ bieten. Ein Fünftel des Konzernumsatzes steuert aber die Vorzeigefiliale in New York bei.

Größte Einzelhändler weltweit (Umsatz 2012)

Platz 10

Best Buy (USA)

Die US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota, sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 50,7 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2012 über einen Umsatz von 71,6 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 74,8 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit beschäftigen die Briten 520.000 Mitarbeiter und machten 2012 einen Umsatz in Höhe von 83,5 Milliarden Dollar. Das US-Geschäft mit 5.000 Beschäftigen will Tesco abstoßen.

Platz 6

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 87,8 Milliarden Dollar im Jahr 2012 ebenfalls einen Spitzenplatz, auch wenn das Unternehmen mit Schwierigkeiten kämpft.

Platz 5

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2012 setzte der Lebensmittelhändler 96,8 Milliarden Dollar um.

Platz 4

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 99,1 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2012 gigantisch aus.

Platz 3

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit fast 500.000 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2011 einen Umsatz von 104 Milliarden Dollar.

Platz 2

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Der Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2012 rund 123 Milliarden Dollar um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 443,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2012 um - bei einem Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als zwei Millionen Mitarbeiter.

Quelle: Eigene Recherche.

Nordamerikanische Einzelhändler wie die Elektronik-Kette Best Buy leiden zwar immens unter dem rasanten Wachstum des Online-Handels. Bislang kommen Luxus-Händler aber recht glimpflich davon. Dass dies so bleibt, müssen jetzt auch kanadische Lehrer hoffen. Denn 17 Prozent der Firma gehören künftig dem Pensionsfonds der Lehrer Ontarios. Der Fonds schießt dem Deal 250 Millionen Dollar an Eigenkapital zu und 500 Millionen Dollar Kredit.

Die neuen Eigner wollen die Marke vor allem auch in Kanada weiter ausbauen und bis zu sieben neue Saks-Geschäfte und bis zu zwei Dutzend „Off 5th“-Geschäfte allein im Heimatmarkt eröffnen.

Sollte der Kauf so über die Bühne gehen, wird sich auch der mexikanische Milliardär Carlos Slim freuen können. Ihm gehören gemeinsam mit dem italienischen Geschäftsmann Diego Della Valle fast ein Drittel der Saks-Anteile.

Mit Material von Reuters und Bloomberg.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×