Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.08.2015

19:55 Uhr

Salmonellenskandal

Geschäftsführer von Bayern-Ei in U-Haft

Gefährliche Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge – so lauten die Vorwürfe gegen den Geschäftsführer von Bayern-Ei. Der 44-Jährige soll um die Salmonellenverseuchung der verkauften Eier gewusst haben.

Nach einem Salmonellenskandal wirft die Stzaatsanwaltschaft dem Geschäftsführer des Unternehmens Bayern-Ei gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge vor. Er befindet sich in U-Haft. dpa

Bayern-Ei

Nach einem Salmonellenskandal wirft die Stzaatsanwaltschaft dem Geschäftsführer des Unternehmens Bayern-Ei gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge vor. Er befindet sich in U-Haft.

RegensburgIm Fall salmonellenverseuchter Eier aus Niederbayern ist der Geschäftsführer von Bayern-Ei verhaftet worden. Dem 44-Jährigen werde gefährliche Körperverletzung in 77 Fällen und ein Fall von Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg am Mittwoch mit.

Es bestehe der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte die Salmonellenkontamination kannte, hieß es weiter. Gleichwohl lieferte er durch das von ihm geleitete Unternehmen die belasteten Eier mit Qualitätsstandard Güteklasse A und somit zum unmittelbaren Verzehr aus. Laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erkrankten daraufhin in Österreich zwischen Juni und September 2014 insgesamt 78 Menschen nach dem Verzehr eierhaltiger Speisen an einer Magen-Darm-Entzündung. Ein 94-Jähriger war an der Erkrankung gestorben.

Salmonellen-Verdacht: Bayern-Ei darf keine Eier mehr verkaufen

Salmonellen-Verdacht

Bayern-Ei darf keine Eier mehr verkaufen

Drei Firmenstandorte sind betroffen: Dem Unternehmen Bayern-Ei wurde der Verkauf von Eiern nun grundsätzlich verboten. Ermittlungen wegen des Verdachts auf Salmonellen laufen derweil an. Es soll sogar Tote gegeben haben.

Der Verdächtige soll zudem seine Großabnehmer bei 256 Verkäufen getäuscht haben, indem er die Salmonellen verschwieg und mangelfreie Ware versprach. Dadurch ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schaden von mehr als drei Millionen Euro entstanden.

Dem Mann droht eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Das Unternehmen äußerte sich nicht zu der Verhaftung des Geschäftsführers. Schon in den vergangenen Wochen hatte Bayern-Ei keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×