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02.05.2011

00:00 Uhr

Sanierung

BVB erntet Früchte der Sparsamkeit

VonMarkus Hennes

Vor wenigen Jahren noch stand Borussia Dortmund vor der Pleite. Die Meisterschaft und die künftige Teilnahme an der Champions League krönen den beispiellosen Sanierungskurs des Geschäftsführers Hans Joachim Watzke.

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Quelle: dpa

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund.

DüsseldorfBei der etwas leiseren Feier im kleinen Kreis beim Edel-Italiener Piazza Navona in der Dortmunder City wird Hans Joachim Watzke von den Gefühlen übermannt: "Ich muss aufpassen, dass mir nicht die Tränen in die Augen schießen", sagt der sonst so coole Vorsitzende der Geschäftsführung des neuen deutschen Meisters Borussia Dortmund am späten Samstagabend.

Wenige Stunden zuvor hat Watzke auf dem Rasen des Dortmunder Stadions die ohrenbetäubende Meisterfete der Fans miterlebt, die in der Nacht zum Sonntag ganz Dortmund in den Ausnahmezustand versetzten.

Zum siebten Mal in der 102-jährigen Vereinsgeschichte hat der BVB den Meistertitel geholt - und damit mit dem Erzrivalen aus dem Ruhrgebiet, dem FC Schalke 04, gleichgezogen. Und dies mit einer blutjungen Mannschaft mit einem Durchschnitttsalter von 22 Jahren, die mit einem Jahresbudget von 34 Millionen Euro in der Geldrangliste der ersten Fußballbundesliga lediglich Rang acht oder neun belegt.

Die bereits vor zwei Wochen geschaffte Qualifikation für die Champions League beschert dem BVB eine Garantieeinnahme von bis zu 25 Millionen Euro allein aus den Gruppenspielen in der kommenden Saison. Das entspricht etwa einem Fünftel eines Jahresumsatzes. Schafft es der BVB - wie gerade Erzrivale Schalke - sogar ins Halbfinale, werden es mehr als 50 Millionen Euro. Dieses Geld kann der Verein gut gebrauchen, um seine immer noch drückende Schuldenlast von rund 70 Millionen Euro zügig abzubauen.

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