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03.05.2012

11:42 Uhr

Sanierungsprogramm

Lufthansa streicht Tausende Stellen in der Verwaltung

Die Lufthansa plant einen einschneidenden Stellenabbau. Es trifft mehr Mitarbeiter als erwartet - betroffen ist vor allem die Verwaltung. Auch aus Österreich kommen schlechte Nachrichten.

Eine Boeing 747-8 der Deutschen Lufthansa. dpa

Eine Boeing 747-8 der Deutschen Lufthansa.

FrankfurtDie Lufthansa will im Zuge ihres milliardenschweren Sanierungsprogramms in den kommenden Jahren weltweit 3.500 Stellen streichen. Die Kürzungen sollen durchweg die Verwaltung treffen. Konzernchef Christoph Franz sagte am Donnerstag in Frankfurt am Main: „Nur wenn wir jetzt die administrativen Funktionen neu strukturieren und auch einen Stellenabbau in Kauf nehmen, können wir langfristig Arbeitsplätze erhalten und neue Arbeitsplätze schaffen.“

Ziel sei, die Stellenstreichungen weitgehend sozialverträglich abzuwickeln. Die Lufthansa will mit dieser und anderen Schritten ihr Ergebnis in den nächsten Jahren um insgesamt 1,5 Milliarden Euro steigern.

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Operativ verbuchte die deutsche Fluggesellschaft einen Verlust von 381 Millionen Euro.

Schlechte Nachrichten kommen auch von der defizitären Lufthansa -Tochter. Austrian Airlines verschiebt ihr Gewinnziel um ein weiteres Jahr. Statt wie bislang angekündigt im laufenden Jahr rechne das Unternehmen nun erst 2013 mit einem positiven operativen Ergebnis. „Wir sehen den Break-Even erst 2013“, sagte Austrian-Chef Jaan Albrecht am Donnerstag. Grund dafür sind einmalige Kosten für die Sanierung der Fluggesellschaft: Dadurch könne der Verlust 2012 sogar höher ausfallen als im vergangenen Jahr.

Die österreichische Tochter ist für Lufthansa nach dem Verkauf der britischen BMI einer der größten Verlustbringer. Von Januar bis März verbuchte sie trotz eines Passagierrekords ein operatives Minus von 66,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 63,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren die höheren Treibstoffkosten und die im vergangenen Jahr eingeführte Luftverkehrssteuer.

Im ersten Quartal flog die Lufthansa wegen hoher Treibstoffkosten und neuer Belastungen durch den Emissionshandel tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich verringerte sich der saisontypische Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um ein Fünftel auf 397 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern bereits am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Der operative Verlust fiel mit 381 Millionen Euro jedoch mehr als doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor.

Von

rtr

Kommentare (8)

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goldeneye

03.05.2012, 09:12 Uhr

... und da spricht man aktuell noch von einer geringen Arbeitslosenquote.... irgendwie passt das ganze nicht mehr zusammen. Es geht ja nicht nur um Lufthansa!

reinemann_2

03.05.2012, 09:46 Uhr

Warum fällt denen eigentlich nie etwas anderes als Stellenstreichungen ein. Bin vor 2 Wochen von Frankfurt nach Dubai geflogen. In der Economy im Airbus stehen die Sitze jetzt enger als in jeder Ryanair-Maschine. Next Time: Emirates, ist doch klar.

wahl

03.05.2012, 10:16 Uhr

Franz: Dieser Ex DB Beamte hat doch von Fliegen keine Ahnung.
Erst legt er sich mit den treuen Statuskunden an , jetzt ist das
Personal und der Rest daran. Alle von Mayrhuber eingeführte
Verbesserungen macht er gerade Rückgängig. Bei DB gegengen
worden wegen unfreundlichen Kundenpreissystem zerschlägt er
jetzt bei LH das Porzellan, wer soll es wieder richten!
Mal sehen was bei dem Strafverfahren gegen Ihn und 9 Mitstreiter (meilenschwund) heraus kommt. Die Mitbewerber
lachen sich wahrscheinlich schon jetzt kaputt!

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