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24.10.2013

10:42 Uhr

SB-Warenhauskette

Real will eine halbe Milliarde Euro investieren

Seit mehr als einem Jahr ist Didier Fleury Chef der Warenhauskette Real. Jetzt hat der Manager angekündigt, für mehr als eine halbe Milliarde Euro das Filialnetz und die Online-Angebote ausbauen zu wollen.

Die Warenhauskette Real investiert in seine Filialen. obs

Die Warenhauskette Real investiert in seine Filialen.

DüsseldorfReal-Chef Didier Fleury will in den kommenden drei bis vier Jahren rund 500 Millionen Euro in das deutsche Geschäft der SB-Warenhauskette stecken. „Dazu gehören aber nicht nur Investitionen in das Filialnetz, sondern auch Marketingausgaben sowie Investitionen in weitere Geschäftsfelder, zum Beispiel Online-Aktivitäten“, sagte Fleury in einem Interview mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Der Manager verantwortet seit August 2012 das gesamte Real-Geschäft des Metro-Konzerns.

Real Deutschland, das lange unter den Nachwirkungen eines Gammelfleisch-Skandals litt und die Renditeziele des Mutterkonzerns verfehlte, wird seit Jahren umstrukturiert. Das Filialnetz wurde zusammengestrichen, das Sortiment verkleinert, Preise gesenkt und Standorte modernisiert. „Ein Drittel der Standorte ist erst kürzlich renoviert worden und befindet sich auf dem aktuellen Stand. Ein weiteres Drittel steht recht gut da, hier sind lediglich kleinere Modernisierungen geplant - zum Beispiel der Umbau einzelner Abteilungen“, erläuterte Fleury. „Ein weiteres Drittel unserer Filialen wollen wir komplett anpacken.“

Wichtig ist Fleury auch der Ausbau des Online-Geschäfts. Dem Geschäftsfeld auf die Sprünge helfen sollen auch sogenannte „Drive-in-Supermärkte“, die derzeit in Köln und Hannover getestet werden. Kunden können die Waren im Internet bestellen und abholen. Bisher stimmten die Erfahrungen „sehr zuversichtlich“, das Angebot auf weitere Städte auszuweiten.

Fleury sieht Real insgesamt auf gutem Weg. „Real ist weit davon entfernt, ein Sanierungsfall zu sein“, sagte er. „Wir haben angekündigt, dass wir vor Zinsen und Steuern eine Gewinnmarge von zwei Prozent erreichen wollen. Wir sind zuversichtlich, in den nächsten Jahren dieses Ziel zu erreichen“, ergänzte Fleury.

Von

rtr

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