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03.04.2006

10:09 Uhr

Schaden aus Heros-Pleite

Schlecker will von Mannheimer Versicherung Geld sehen

Die Drogeriekette Schlecker droht der Mannheimer Versicherung laut eines Magazinberichts mit einer Klage. Es geht um Forderungen im Zusammenhang mit der Pleite der Geldtransportfirma Heros.

HB FRANKFURT. Schlecker fordere mehrere Mill. Euro von der Tochter der österreichischen Uniqa, berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“. Schlecker-Anwalt Holger Kraft berufe sich dabei auf eine Police, die auch den Versicherungsschutz von Geldern umfasse, die nicht beim Kunden ankämen. „Wir sehen gute Aussichten, den Schaden erstattet zu bekommen“, zitiert das Magazin den Anwalt.

Die Mannheimer war als Transportversicherer für Heros tätig, muss aber nach eigenen Angaben womöglich gar nicht haften. Denn offenbar wurden von Heros eingezahlte Gelder nicht auf Treuhandkonten der jeweiligen Kunden, sondern auf andere Konten überweisen. Die Transportversicherung umfasst aber nach Angaben der Mannheimer nur die Veruntreuung von Bargeld, nicht jedoch von Geld im Giroverkehr.

Ein Mannheimer-Sprecher sagte am Montag, der Versicherer bedauere, dass offenbar zu einem Zeitpunkt über Klagen nachgedacht werde, an dem viele Details des Falls noch offen seien. „Wir müssen erst einmal gemeinsam an der Sachstandsklärung arbeiten“, sagte er. Die Assekuranz sei zuversichtlich, sich dann auch mit den betroffenen Heros-Kunden einigen zu können. Bislang fehle der Mannheimer aber nach wie vor der Einblick in die Ermittlungsakten.

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