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04.06.2014

18:17 Uhr

Scharia-konforme Sexprodukte

Beate Uhse verzichtet auf Schweinskram

Was macht ein Sexshop wie Beate Uhse, der in die muslimische Welt expandieren will? Zuallererst auf Alkohol und auf Inhaltsstoffe vom Schwein verzichten. Doch selbst dann ist nicht alles im arabischen Raum erlaubt.

Die Hauptzentrale der Beate Uhse AG in Flensburg: Entsteht die nächste Filiale im saudiarabischen Mekka? dpa

Die Hauptzentrale der Beate Uhse AG in Flensburg: Entsteht die nächste Filiale im saudiarabischen Mekka?

Den HaagDer Flensburger Erotik-Konzern Beate Uhse will künftig auch in der muslimischen Welt Geld verdienen. Das börsennotierte Unternehmen schmiedete am Mittwoch eine Kooperation mit dem islamischen Internet-Sexshop El Asira aus den Niederlanden. Dieser vertreibt nun über Beate Uhse 18 Scharia-konforme Produkte, wie El-Asira-Gründer Abdelaziz Aouragh der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Der Internetshop hat beispielsweise Cremes und Öle im Angebot, die ohne Alkohol und Gelatine hergestellt wurden und damit religiös unbedenklich sind. Dildos und alle Arten von Pornografie verstoßen dagegen gegen die Regeln der Scharia und werden über das Joint Venture auch nicht vertrieben.

Das Potenzial des muslimischen Marktes mit rund 1,8 Milliarden Menschen sei "riesig", sagte Aouragh. Der Onlineversand El Asira wurde 2010 gegründet, vor zwei Jahren unterbreitete der in elf europäischen Ländern vertretene Beate-Uhse-Konzern dem kleinen Unternehmen dann ein Angebot zur Zusammenarbeit. Beide erwägen auch die Eröffnung einer Filiale für Scharia-konforme Sexprodukte. Diese könnte laut Aouragh im saudiarabischen Mekka eröffnet werden. In die Stadt strömen jedes Jahr Millionen Pilger.

Von

afp

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