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15.08.2013

07:54 Uhr

Schienenlogistiker

VTG ist bei Gewinnprognose skeptischer

Trotz eines Gewinnanstiegs zeigt sich der Schienenlogistikkonzern VTG pessimistisch. Erhöhter Wettbewerb und die Konjunkturschwäche in Europa schmälern voraussichtlich den Gewinn.

Der Umsatz von VTG wird 2013 zwischen 780 und 830 Millionen Euro liegen. VTG

Der Umsatz von VTG wird 2013 zwischen 780 und 830 Millionen Euro liegen.

FrankfurtDer Schienenlogistikkonzern VTG zeigt sich trotz eines Gewinnanstiegs im ersten Halbjahr pessimistischer. Wegen des erhöhten Wettbewerbs in den Logistikbereichen und der Konjunkturschwäche in Europa dürfte der operative Gewinn (Ebitda) nur den unteren Bereich der von 180 bis 190 Millionen Euro reichenden Spanne treffen, teilte VTG am Donnerstag mit. Der Umsatz werde 2013 zwischen 780 und 830 Millionen Euro liegen, bekräftigte VTG. Ihre Waggonflotte strichen die Hamburger zusammen, Investitionen werden verschoben.

Im ersten Halbjahr verhalfen dem Unternehmen neue Waggons und höhere Preise in der Waggonvermietung zu einem Umsatz- und Gewinnanstieg. Der operative Gewinn stieg um 9,3 Prozent auf 89,6 Millionen Euro und damit stärker als der Umsatz, der um 6,5 Prozent auf 404,4 Millionen Euro zulegte. "Wir sind sehr zufrieden mit unserer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung in einem eher konjunkturschwachen europäischen Umfeld, auch wenn sich unsere Logistikbereiche aktuell in einem schwierigen Markt bewegen. Insbesondere unsere Investitionen in Neubauwagen haben sich im ersten Halbjahr positiv ausgewirkt", sagte VTG-Chef Heiko Fischer.

In der Schienenlogistik-Sparte, die den Transport von Gütern per Bahn organisiert, fiel der operative Gewinn trotz höherer Erlöse um 41,5 Prozent auf 2,7 Millionen Euro. In der Waggonvermietung konnte VTG dagegen Umsatz und Betriebsgewinn stärker steigern als im Gesamtkonzern, obwohl sich die Auslastung der Waggonflotte auf 89,7 Prozent weiter verringerte und die Flotte um 1000 Waggons auf 53.400 Waggons verkleinert wurde. Bereits geplante Investitionen in noch nicht bestellte Neubauwaggons seien wegen der Konjunkturschwäche teilweise in die nächsten Jahre verschoben worden, erklärte der Konzern.

VTG vermiete seine Waggons langfristig, so dass sich die konjunkturelle Entwicklung erst mit Verzögerung auswirke, erläuterte ein Sprecher. Deshalb profitiere VTG bislang auch nicht von der langsamen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Europa. Erst am Mittwoch hatten Konjunkturdaten gezeigt, dass die Euro-Zone die längste Rezession ihrer Geschichte überwunden hat. Im Frühjahr legte die Wirtschaftsleistung in der Währungsunion um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu.

Von

rtr

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