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15.11.2012

11:05 Uhr

Schienenlogistiker

VTG leidet unter der Auto-Absatzkrise

Werden weniger Autos zu den Händlern gebracht, bekommt das auch die Schienenlogistikbranche zu spüren. Bei dem Hamburger Konzern VTG sind die Waggons nicht so gut ausgelastet wie noch zur Jahresmitte.

Waggons von VTG. PR

Waggons von VTG.

HamburgDie Absatzkrise der Automobilindustrie in Europa bremst den Schienenlogistikkonzern VTG. Die Auslastung in der Waggonvermietung sank zum Ende des dritten Quartals auf 90 Prozent, weil weniger neue Autos zu den Händlern transportiert wurden, wie das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zur Jahresmitte war die Waggonflotte noch zu 90,6 Prozent ausgelastet. Der Rückgang sei dadurch abgefedert worden, dass nach der Insolvenz eines Kunden aus der Mineralölindustrie freigewordene Wagen wieder vollständig vermietet und neue Waggons langfristig an Kunden vermietet wurden.

Umsatz und Betriebsgewinn der größten Sparte Waggonvermietung kletterten bis Ende September je um gut vier Prozent. Die Rendite (Ebitda-Marge) lag mit 52,5 Prozent auf Vorjahresniveau. In der Tankcontainerlogistik konnte VTG die schwache Nachfrage in einigen südeuropäischen Ländern durch die hohe Transportnachfrage in Russland und anderen osteuropäischen Staaten wettmachen. Allerdings sorgte der hohe Wettbewerb dafür, dass die Gewinnmargen unter Druck standen.

Insgesamt sieht sich VTG damit aber im Plan, die im August gesenkten Jahresziele zu erreichen. Demnach soll der Umsatz des Konzerns "in der unteren Hälfte" der zu Jahresanfang ausgegebene Zielspanne zwischen 760 und 800 Millionen Euro liegen. Beim Betriebsgewinn (Ebitda) erwartet der Vorstand einen Wert "an der unteren Grenze" der Spanne zwischen 170 und 178 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten erlöste VTG 573 Millionen Euro und erzielte einen Betriebsgewinn von 128,3 Millionen Euro.

Von

rtr

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