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22.10.2013

17:48 Uhr

Schlechte Arbeitsbedingungen

Proteste vor Burger-King-Filialen geplant

Hoffnung auf Solidarität: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten will vor Burger-King-Filialen protestieren. Seit einem Eigentümerwechsel werden die Arbeitsbedingungen schlechter. Es trifft besonders Betriebsräte.

Die Gewerkschaft NGG will die Eigentümer auffordern, zu einem fairen Umgang mit den Beschäftigten zurückzukehren. dapd

Die Gewerkschaft NGG will die Eigentümer auffordern, zu einem fairen Umgang mit den Beschäftigten zurückzukehren.

BerlinMit einer bundesweiten Informationskampagne vor Burger-King-Filialen will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ab Mittwoch gegen die nach ihrer Darstellung schlechten Arbeitsbedingungen in Schnellrestaurants der Kette protestieren. „Wir erhoffen uns durch die transparente Auseinandersetzung eine starke Solidarisierung der Öffentlichkeit mit den Beschäftigten“, erklärte die NGG-Vizevorsitzende Michaela Rosenberger am Dienstag in Berlin. Die Gewerkschaft wolle die neuen Eigentümer der betroffenen Restaurants unter anderem auffordern, zu einem „fairen und respektvollen Umgang mit den Beschäftigten zurückzukehren“.

Burger King betreibt Restaurants vielfach nicht selbst, sondern verpachtet sie an sogenannte Franchisenehmer, die diese dann in eigener Verantwortung führen. Im Frühjahr waren 92 Burger-King-Filialen von neuen Investoren übernommen worden. Seither gibt es laut NGG in den Restaurants verstärkt Konflikte mit Mitarbeitern und Betriebsräten.

Burger King: Betriebsrat als Beilage

Burger King

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Bei Burger King haben es Arbeitnehmervertreter derzeit nicht leicht. Jedenfalls wenn sie in einer von rund 90 Filialen arbeiten, die im Mai den Besitzer wechselten. Es hagelt Klagen, die Gewerkschaft NGG ist aufgebracht.

Aktuell sind in der Gewerkschaft zufolge in mindestens 20 Fällen Betriebsräte von Kündigung beziehungsweise teils erheblichen Schadenersatz-Forderungen durch ihren Arbeitgeber bedroht. Auch würden tarifvertraglich festgelegte Zuschläge für Mehr- und Nachtarbeit nicht gezahlt, die Entgeltfortzahlung bei Krankheit oder Urlaub zu niedrig berechnet oder Löhne überhaupt nicht ausgezahlt.

Von

afp

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