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26.03.2012

13:53 Uhr

Schlecker-Insolvenz

Arbeitsrechtler warnt vor Transfergesellschaft

Ein Arbeitsrechtler warnt die von Kündigung betroffenen Schlecker-Mitarbeiter vor einer Vertragsunterzeichnung bei einer Auffanggesellschaft. Im schlimmsten Fall stünden sie erst einmal ohne finanzielle Unterstützung da.

2200 Schlecker Filialen wurden endgültig geschlossen. dpa

2200 Schlecker Filialen wurden endgültig geschlossen.

Nürnberg/Ehingen„Mit diesem Aufhebungsvertrag wird das Arbeitsverhältnis mit Schlecker zum 27.03.2012 beendet, unabhängig davon, ob eine Transfergesellschaft zustande kommt“, sagte Marc-Oliver Schulz Anwalt von der Kanzlei AfA Rechtsanwälte. Im schlimmsten Fall stünden die Beschäftigten erst einmal ohne finanzielle Unterstützung da. Eine wirksame Kündigung sei für die Mitarbeiter aber selbst beim Zustandekommen einer Transfergesellschaft im Regelfall günstiger. Um deren Finanzierung wird derzeit gerungen. Die Bundesländer verhandeln noch, ob sie für einen Kredit der Förderbank KfW bürgen.

Von

dapd

Kommentare (1)

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ArbeitsmarktProfi

27.03.2012, 17:45 Uhr

Leider zeigt die Aussage von Herrn Marc-Oliver Schulz, dass man sich auch seine Anwälte sehr sorgfältig anschauen sollte.
Da wir den an die Schleckermitarbeiterinnen verschickten Vertrag im Wortlaut kennen, ist die Aussage falsch, dass bei Nichtzustandekommen der Transfergesellschaft der Arbeitsvertrag mit Schlecker trotzdem aufgehoben ist. Im Gegenteil, es handelt sich um einen Vertrag, in dem drei Partner unterchreiben müssen: Schlecker, die Transfergesellschaft und der Mitarbeiter. Da die Transfergesellschaft zum Schluss die Unterschrift unter den Vertrag setzen müsste, bleibt er bei Nichtbegründung der Transfergesellschaft ohne die Unterschrift des letzten notwendigen Partners und tritt damit nicht in Kraft. Im übrigen sind alle Verträge für Transfergesellschaften so gestaltet. Ein wenig Sachkenntnis hilft in jedem Fall weiter.

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