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06.06.2012

09:51 Uhr

Schlecker-Tochter

Grünes Licht für Ihr-Platz-Verkauf

Die Gläubigerversammlung hat den Weg frei gemacht: Die insolvente Schlecker-Tochter Ihr Platz kann nun an den Münchner Finanzinvestor Dubag verkauft werden - wäre da nicht der Streit mit der Allianz-Tochter Euler Hermes.

Der Münchner Investor Dubag will die Ihr Platz-Filialen übernehmen. dapd

Der Münchner Investor Dubag will die Ihr Platz-Filialen übernehmen.

UlmDie Gläubigerversammlung der insolventen Schlecker-Tochter Ihr Platz hat am Mittwoch die Betriebsfortführung beschlossen. Zweck sei eine Planinsolvenz, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch in Ulm. Die Entscheidung schließe eine mögliche Übernahme ein. Damit wäre von Gläubigerseite der Weg frei, das Unternehmen an den Münchener Finanzinvestor Dubag zu verkaufen.

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Insolvenzverwalter Werner Schneider hatte bereits am Montag den Verkauf von Ihr Platz und der ebenfalls insolventen Schlecker-XL-Märkte an Dubag verkündet. Am Dienstag hieß es dann jedoch, dass der größte Gläubiger, der Kreditversicherer Euler Hermes, noch genauere Angaben von Dubag zur Finanzierung fordert.

Die Verhandlungen sollen einem Euler-Hermes Sprecher zufolge möglichst am Freitag abgeschlossen werden. „Wir werden erst zu Ende verhandeln und danach kommunizieren." Während Schlecker in diesem Monat endgültig dicht macht, gilt der Verkauf der Töchter jedoch als so gut wie sicher.

Über das Gebaren von Dubag, der keine Erfahrungen im Drogeriemarktgeschäft hat, ist derweil wenig bekannt. Die bisherigen Beteiligungen des Finanzinvestors sind allesamt noch recht jung. Mit mehr als 800 Filialen und rund 5.000 Mitarbeitern hat Ihr Platz nach Eingliederung der Schlecker XL-Märkte eine beachtliche Größe, aber noch immer einen Rückstand auf die neuen Marktführer Rossmann und dm.

Deren Macht bei Preisverhandlungen mit den Herstellern von Papiertaschentüchern, Deorollern, Lippenstiften oder Babywindeln, so kommentiert es die „Neue Osnabrücker Zeitung“, dürfte die von Ihr Platz übersteigen. Dieses Risiko erschwert den Neustart der Osnabrücker Kette in eigener Verantwortung.

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dapd

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