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20.06.2012

09:18 Uhr

Schlecker-Tochter

Ihr Platz hat Aussicht auf Investor

Nach dem ein Verkauf von Ihr Patz an den Münchner Investor Dubag gescheitert ist, hat Insolvenzverwalter Schneider nun einen alternativen Investor parat. Bis Ende Juni soll ein Vertrag vorliegen.

Eine Passantin verlässt eine Filiale der Schlecker-Tochter IhrPlatz. dpa

Eine Passantin verlässt eine Filiale der Schlecker-Tochter IhrPlatz.

Osnabrück/Neu-UlmIhr-Platz-Insolvenzverwalter Werner Schneider führt aussichtsreiche Verhandlungen mit einem Investor für die insolvente Drogeriemarktkette. „Ich kann bestätigen, dass ich mit einem Übernahmeinteressenten für Ihr Platz in engen Verhandlungen stehe und hoffe, diese bald erfolgreich abschließen zu können“, sagte Schneider der Nachrichtenagentur dpa in Neu-Ulm. Schneider bestätigte damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ vom Mittwoch, wonach Ihr Platz mit seinen 490 Filialen kurz vor der Rettung stehe.

„Jetzt habe ich Gott sei Dank einen alternativen Investor“, sagte Schneider dem Blatt. „Unser Ziel ist es, bis Ende Juni einen Vertrag vorliegen zu haben, der eine sehr kurzfristige Übertragung ermöglichen würde.“

Die größten deutschen Firmenpleiten

Platz 16

Schlott

Druckerei/1480 Beschäftigte

(Quelle: Statista)

Platz 15

Hansa

Pflegeheim/1600 Mitarbeiter

Platz 14

Mäc Geiz

Discounter/1600 Mitarbeiter

Platz 13

Sellner

Autozulieferer/1600 Mitarbeiter

Platz 12

Escada

Modekonzern/2200 Mitarbeiter

Platz 11

Q-Cells

Solarindustrie/2300 Mitarbeiter

Platz 10

Schiesser

Textilhersteller/2300 Mitarbeiter

Platz 9

Edscha

Autozulieferer/2300 Mitarbeiter

Platz 8

Wadan-Werften

Schiffsbau/2400 Mitarbeiter

Platz 7

Honsel

Autozulieferer/3000 Mitarbeiter

Platz 6

Karmann

Autozulieferer/3400 Mitarbeiter

Platz 5

Quimonda

Chiphersteller/4600 Mitarbeiter

Platz 4

Manroland

Maschinenbauer/6500 Mitarbeiter

Platz 3

Woolworth

Kaufhaus/9300 Mitarbeiter

Platz 2

Schlecker

Drogeriekette/25.000 Mitarbeiter

Platz 1

Arcandor

Handel und Touristik/52.000 Mitarbeiter

Der Verkauf der Schlecker-Tochter an den Münchner Investor Dubag war wegen Uneinigkeit mit dem Warenkreditversicherer Euler Hermes gescheitert. Der neue Interessent sei ein „strategischer Investor“ aus dem Einzelhandel; daher rechne Schneider dieses Mal mit grünem Licht vom Versicherer.

Den Angaben zufolge hat Schneider auch die Lieferanten für sich gewonnen. „Sie wollen neben DM, Rossmann und Müller einen weiteren Spieler in der Branche“, sagte Schneider der Zeitung. Der neue Bewerber sei an allen Filialen interessiert. Für die 342 Schlecker-XL-Märkte sieht es dagegen weiter schlecht aus.

Ihr Platz war zusammen mit Schlecker in die Insolvenz gerutscht - ebenso die Tochter Schlecker XL mit 1.100 Beschäftigten in 342 Filialen. Die Dubag hatte zunächst Ihr Platz und Schlecker XL gemeinsam kaufen wollen.

Dieses Vorhaben sei geplatzt, weil die Schlecker XL mit Schlecker eine tarifliche Einheit bilde, sagte Schneider der Zeitung. Für einen Investor sei das Risiko zu groß, durch eine Übernahme von Schlecker XL auch mit den Kündigungsschutzklagen von Schlecker konfrontiert zu werden. Rund 4.500 der 10.000 in einer ersten Welle entlassenen Beschäftigten wehrten sich vor Gericht gegen ihre Kündigung.

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