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29.06.2013

03:47 Uhr

Schlupflöcher

Starbucks zahlt in England für 2012 keine Steuern

Trotz einem Umsatzplus zahlt Starbucks dem britischen Fiskus 2012 keine Steuern - bereits zum 15. Mal in Folge. Dass Konzerne durch Gewinnverschiebungen Steuern drücken ist bekannt, die Kritik steigt.

Der US-Kaffeeröster Starbucks zahlt in Großbritannien für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Steuern. Reuters

Der US-Kaffeeröster Starbucks zahlt in Großbritannien für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Steuern.

LondonDer US-Kaffeeröster Starbucks zahlt in Großbritannien für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Steuern. Für das Geschäftsjahr zu Ende September 2012 habe der Konzern für seine britische Tochter einen Verlust in Höhe von 30 Millionen Pfund ausgewiesen, wie aus am Freitag veröffentlichten Dokumenten hervorgeht.

Es ist das 15. Mal in Folge, dass der Anbieter von "Caffe Latte", "White Chocolate Mocha" und "Fairtrade Chocolate Brownie" einen Fehlbetrag für den britischen Markt bilanzierte. Im Oktober hatte Reuters aufgedeckt, dass Starbucks zwar Verluste auswies, gegenüber Investoren die britische Tochter jedoch als profitabel darstellte. Der Fall warf ein Schlaglicht darauf, wie sich internationale Konzerne - ganz legal - steuerlich arm rechnen und sorgte weltweit für Aufruhr.

Starbucks gab für 2011/2012 ein Umsatzplus für Großbritannien mit seinen mehr als 700 Verkaufsstellen von vier Prozent auf 413 Millionen Pfund bekannt. Unter anderem wegen Lizenzgebühren an die Europa-Zentrale in den Niederlanden rutschte die Tochter am Ende in die roten Zahlen. Ohne die Lizenzgebühren hätte Starbucks in der Vergangenheit mehrmals Abgaben leisten müssen.

Trotz des Verlustes fürs Geschäftsjahr 2011/2012 bekommt der britische Staat allerdings bald Geld von Starbucks. Die andauernde Kritik hat dazu geführt, dass der Konzern einwilligte, für 2013 und 2014 etwa zehn Millionen Pfund an Steuern zu zahlen.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

29.06.2013, 07:03 Uhr

"... dass der Konzern einwilligte, für 2013 und 2014 etwa zehn Millionen Pfund an Steuern zu zahlen."

So weit sind wir schon.

Account gelöscht!

29.06.2013, 07:39 Uhr

"Ohne die Lizenzgebühren hätte Starbucks in der Vergangenheit mehrmals Abgaben leisten müssen."

Mein Reden schon seit Jahren.
Aber die EU verhandelt ja hinter verschlossenen Türen sowas wie ACTA. Könnte ja sein das sonst der eine odere schon mal "auffliegt".
Sowas geht Globalisierung heute. Man mache eine ganz normale Alltagssache (Kaffeekochen) zum Wegwerfartikel mit Namen drauf und freue sich das diese Idee in Timbuktu 'lizensiert' ist.
Ist das nicht wirklich geil wie man mit Kaffeebecher, Kaffeepads, Kaffeeträumen rund um die Welt die Leute besch*** kann?

hokuspokus

29.06.2013, 08:17 Uhr

Da sollte jeder der dort einen Kaffee trinken will uns Steuern zahlt zweimal überlegen, ob man das genau dort machen soll. E$infach nicht mehr hingehen, so einfach wäre es.

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