Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.04.2012

11:27 Uhr

Schmiergeld-Zahlungen

Mexiko ermittelt gegen Walmart

Gegen den US-Einzelhändler Walmart besteht der Verdacht der Korruption. Der weltgrößte Handelsriese soll im Zuge seiner Expansion in den frühen 2000er Jahren in Mexiko Beamte bestochen haben.

Ein Wal-Mart Laden in Mexico Stadt. Reuters

Ein Wal-Mart Laden in Mexico Stadt.

Mexiko Stadt/New YorkDie Behörden in Mexiko ermitteln wegen des Verdachts der Korruption gegen den weltgrößten Einzelhändler Walmart aus den USA. Untersucht würden die Genehmigungsverfahren bei der raschen Expansion der US-Kette in Mexiko zu Beginn dieses Jahrtausends, teilte das Ministerium für den öffentlichen Dienst am Mittwoch in Mexiko-Stadt mit. Sollten sich Hinweise auf Vergehen örtlicher Beamter finden, würde die zuständigen Behörden in Mexiko und den USA verständigt.

Die Regierung in Mexiko reagierte mit den Ermittlungen auf einen Bericht der „New York Times“, demzufolge Walmart in den frühen 2000er Jahren 24 Millionen Dollar (heute gut 18 Millionen Euro) Schmiergeld an zuständige Entscheidungsträger vor Ort gezahlt hat. Damit verstieß der Konzern demnach sowohl gegen mexikanisches als auch gegen US-Recht. Mexiko ist heute nach den USA der größte Markt für den Einzelhandel-Riesen. Im US-Bundesstaat Delaware reichte derweil eine Walmart-Aktionärin wegen der mutmaßlichen Affäre eine Klage gegen den Verwaltungsrat und weitere Verantwortliche im Unternehmen ein.

Walmart war für eine Stellungnahme zu den Ermittlungen in Mexiko zunächst nicht zu erreichen. Das Unternehmen hatte nach dem Bericht der „New York Times“ aber erklärt, die meisten Fälle lägen über sechs Jahre zurück. Trotzdem sei eine interne Untersuchung eröffnet worden.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×