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12.01.2004

12:50 Uhr

Schmiergeldzahlungen nach Usbekistan

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Fraport-Chef

Die Staatsanwaltschaft hat Fraport-Chef Wilhelm Wilhelm Bender und dessen Stellvertreter Manfred Schölch im Visier. „Ich bestätige die Ermittlungen“, sagte Fraport-Sprecher Klaus Busch am Montag.

HB FRANKFURT/HANNOVER. Es gehe um das bereits laufende Verfahren der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Bestechungsvorwurfs im Zusammenhang mit einem Millionauftrag zur Modernisierung des Flughafens Taschkent in Usbekistan im Jahre 2002. Busch wies den Verdacht gegen die beiden Topmanager zugleich zurück. „Der Vorstand wusste nichts von einer Bestechung.“ Fraport dulde weder passiv noch aktiv Schmiergeldzahlungen.

Die Anwälte von Bender und Schölch hätten bisher keine Unterlagen von der Staatsanwaltschaft bekommen. Daher sind laut Busch die konkreten Fragen der Staatsanwaltschaft an die beiden Topmanager nicht bekannt. Fraport werde aber mit der Staatsanwaltschaft kooperieren.

Die Frankfurter Ermittlungsbehörde ermittelt seit Juni 2002 gegen Fraport und hat das Verfahren nach eigenen Angaben mittlerweile auf elf Personen ausgeweitet. Die Staatsanwaltschaft wollte aber keine Namen bestätigen. „Wir geben zu laufenden Ermittlungsverfahren generell keine Namen von Beschuldigten bekannt“, sagte der Sprecher der Behörde, Rainer Schilling, am Montag. „Wir ermitteln mittlerweile gegen elf Beschuldigte wegen Verstoßes gegen das internationale Bestechungsgesetz. Die Anzahl der Beschuldigten ist damit seit Verfahrensbeginn im Juni 2002 größer geworden“, sagte Schilling.

Hintergrund des Korruptionsvorwurfs sei die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen zur Modernisierung des Flughafens Taschkent in Usbekistan. Für den Auftrag sollen von Seiten Fraports Schmiergelder geflossen sein.

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