Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.08.2015

06:26 Uhr

Schmuck in Deutschland

Pandora will alleine glänzen

VonGeorg Weishaupt

Der dänische Schmuckkonzern Pandora ändert seine Deutschland-Strategie radikal: Er trennt sich von Handelspartnern wie Christ und Kraemer – und treibt stattdessen den Ausbau seiner eigenen Läden massiv voran.

Bis Ende dieses Jahres soll es 154 Pandora-Läden in Deutschland geben, die modische, persönlich gestaltete Armbänder, Ringe, Ohrringe und Halsketten verkaufen. Pressefoto

Schmuck zum Kombinieren

Bis Ende dieses Jahres soll es 154 Pandora-Läden in Deutschland geben, die modische, persönlich gestaltete Armbänder, Ringe, Ohrringe und Halsketten verkaufen.

DüsseldorfViele Mode- und Lifestyleunternehmen wetteifern derzeit darum, wer die meisten Shops eröffnet. Bei diesem Wettbewerb dürfte Niels Möller unter die Top drei kommen. „Wir haben dieses Jahr jeden Monat zwölf bis achtzehn neue eigene Läden in Deutschland eröffnet“, sagte der Chef von Zentral-Westeuropa der dänischen Schmuckkette Pandora dem Handelsblatt. Alleine an diesem Donnerstag eröffnet er sechs neue Läden, unter anderem einen Flagship-Store in Köln.

Bis Ende dieses Jahres soll es schon 154 Pandora-Läden in Deutschland geben, die modische, persönlich gestaltete Armbänder, Ringe, Ohrringe und Halsketten verkaufen. „Wir wollen bald 180 solcher Läden in Deutschland betreiben.“ Dass er da nicht ein zu großes Rad dreht, belegt Möller mit Zahlen. So ist der Umsatz in Deutschland im zweiten Quartal 2015 um rund 53 Prozent gestiegen.

Möllers Expansionswut ist die Folge einer radikalen Strategieänderung des Konzerns, der zuletzt in 90 Ländern weltweit umgerechnet 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz erreichte. So verkaufte der dänische Schmuckhersteller und -händler bislang seinen Schmuck in 225 Läden der Juwelierketten von Christ und Kraemer. „Da konnten wir aber immer nur einen Teil unserer 900-teiligen Kollektion zeigen“, sagte Möller. Außerdem kann er die Marke dort nicht so präsentieren wie in den eigenen Läden.

Deshalb wird er die Zusammenarbeit mit den Juwelierketten bis Sommer 2016 beenden. Statt dessen setzt er auf die 78 Ladenlokale, die er Anfang dieses Jahres vom Modefilialisten Biba übernommen hat und nun in einem rasanten Tempo umbaut. In der Deutschlandzentrale in Hamburg hat er ein Schulungszentrum eingerichtet, um 1000 neue Mitarbeiter zu schulen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×