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13.01.2015

14:51 Uhr

Schoko-Hersteller

Lindt will Umsatz mit US-Pralinen ankurbeln

Amerikanische Pralinen sollen das Geschäft von Lindt ankurbeln. Konzernchef Ernst Tanner setzt große Erwartungen in den im Herbst übernommenen US-Pralinenhersteller Russel Stover.

Schoko-Hersteller Lindt will künftig mit dem US-Geschäft seinen Umsatz steigern. Reuters

Schoko-Hersteller Lindt will künftig mit dem US-Geschäft seinen Umsatz steigern.

ZürichNach Lindor-Kugeln und in Goldpapier verpackten Schokoladehasen sollen auch amerikanische Pralinen das Geschäft von Lindt & Sprüngli ankurbeln. Nach einem weit über dem Marktdurchschnitt liegenden Umsatzsprung von fast zehn Prozent im vergangenen Jahr setzt Konzernchef Ernst Tanner große Erwartungen in den im Herbst übernommenen US-Pralinenhersteller Russel Stover. „Wir gehen davon aus, dass die (bisherige) Gruppe weiterhin jährlich zwischen sechs und acht Prozent zulegt. Und wir gehen davon aus, dass Russel Stover in der gleichen Größenordnung wachsen kann“, sagte der Lindt-Chef mit Blick auf das Jahr 2016 am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dieses Jahr stehe aber zunächst einmal die Integration der Firma mit einem Jahresumsatz von gut 500 Millionen Dollar an.

Im vergangenen Jahr übertraf der Schweizer Edelschokolade-Hersteller die eigenen sechs- bis achtprozentige mittelfristige Umsatzvorgaben deutlich. Bereinigt um Akquisitionen stieg der Umsatz im angestammten Geschäft um 9,8 Prozent nach acht Prozent im Jahr 2013. Unter Einschluss der seit Mitte September konsolidierten Russel Stover wuchsen die Verkäufe um mehr als 17 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken (2,8 Milliarden Euro). „Der Umsatz bei Russel Stover lag im Rahmen unserer Erwartungen“, sagte Tanner. Zu berücksichtigen sei aber, dass nur die saisonal stärksten Monate vor Weihnachten in die Bilanz von Lindt & Sprüngli eingeflossen sind.

Die beliebtesten Schokolademarken Deutschlands

Platz 10

Sarotti

Die Schokomarke mit dem Mohr hat ihre Wurzeln in Berlin, doch kommt heute aus dem Hause Stollwerck und wird in Köln produziert.

Umfrage: Ifak Institut, Ipsos, GfK Media and Communication Research.

Platz 9

Toblerone

Die dreieckige Schokolade aus der Schweiz ist auch hierzulande ein Verkaufshit. Die Schokomarke gehört dem Lebensmittelmulti Mondelēz, der auch Milka produziert.

Platz 8

Trumpf/Schogetten

In Aachen begann die Erfolgsgeschichte der vorportionierten Tafeln. Mittlerweile gehört die Schokoladenmarke zur Krüger-Gruppe und wird auch in den großen Discountern vertrieben.

Platz 7

Kinderschokolade

„Mit der Extra-Portion Milch“ wirbt der Hersteller Ferrero für seine süßen Tafeln. Dabei bleibt die Hauptzutat natürlich Zucker.

Platz 6

Alpia

Auch die rosa Schokomarke kommt aus dem Hause Stollwerck und soll vor allem preisbewusste Kunden ansprechen.

Platz 5

Merci

Das schokoladige Dankeschön in Form kleiner Schokoriegel aus dem Hause Storck ist in Deutschland weiterhin gefragt. Inzwischen wird es in 70 Ländern weltweit vertrieben.

Platz 4

Yogurette

„Jung, Schwung, Stimmung“. Die Schokoriegel mit Erdbeer-Joghurt-Geschmack haben mittlerweile viele saisonabhängige Ableger.

Platz 3

Lindt

Der internationale Schokokonzern aus der Schweiz genießt auch in Deutschland einen guten Ruf - von Schokohasen bis Pralines.

Platz 2

Ritter Sport

Zuletzt machte der Mittelständler aus Waldenbuch durch einen Streit mit der Stiftung Warentest von sich reden. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch.

Platz 1

Milka

Der lila Riese dominiert die deutsche Schokobranche. Mittlerweile wird die Marke auch auf etlichen anderen Produkten vermarktet.

Zum Kaufpreis für die privat gehaltene US-Firma wollte sich Tanner nach wie vor nicht genau äußern. „Zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden liegt das ungefähr“, sagte der Konzernchef. Bisher hatte Lindt von mehr als einer Milliarde Dollar gesprochen.

Auch ohne Russel Stover erwies sich das Amerika-Geschäft im letzten Jahr mit einem Plus von mehr als 14 Prozent als der wichtigste Wachstumstreiber. In Europa legte Lindt um 6,5 Prozent zu, wobei in Frankreich und Deutschland Fortschritte verzeichnet worden seien. Den Gewinn will der Konzern am 10. März veröffentlichen. Im angestammten Geschäft rechnet Lindt mit einer höheren Betriebsgewinnmarge. Unter Einschluss von Russell Stover und den damit verbundenen Übernahmekosten werden die Margen auf dem Vorjahresniveau bleiben. An der Börse kamen die Lindt-Zahlen gut an. Der stimmrechtslose Partizipationsschein stieg um fünf Prozent auf 5265 Franken. Der Kurs der Aktie – es ist der schwerste Titel an der Schweizer Börse – stieg um knapp zwei Prozent auf 59.150 Franken.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Ronny Michael

13.01.2015, 16:30 Uhr

Ob bei Lindt oder Haribo, es ist mit den Süßigkeiten ein Kreutz, die Produkte schmecken sind derartig übersüßt, dass sie mir bicht mehr schmecken.
Warum wird alles seit 20 Jahren immer süsser?
Früher haben wir uns in Spanien oder Italien über die eklig süße Torte amüsiert, heute futtern wir denselben Mist, warum?
Weil es billiger ist seh Süßes, oder sehr salziges herszustellen, teure Rohstoffe wie Nougat, oder Schokolade kann man sich dann sparen. Chemie und künstliche Geschmachsstoffe machen dann den Rest. Besonders der Deutsche will billiges, dass gut aussieht, in Belgien und der Schweiz sieht das wieder etwas besser aus.
Man kann keinen verdammten Kartoffelsalat mehr kaufen, der nicht vollgestopft ist, mit künstlichen Süßstoffen (extrem schädlich) und Zucker.
Früher liebt ich Haribo, am meisten Kokß mit Lakritz drinnen, heute kann ich das nicht mehr runterwürgen vor lauter Süße.
Schon 20jährige sehen oftmals in Ihrer Kleidung aus, wie reingeschossen.
Hoffentlich nimmtnsich der Gesetzgeber bald mal dieser Probleme an, sonst wird die Krankenversicherung bald unbezahlbar.
Ein Tipp an di Lebensmittel und Süßwarenindustrie, süßt zu Zweidritteln mit Stevia, das ist ein Naturprodukt und vollkommen unschädlich, dann kommt man vielleicht ungeliebten gesetzlichen Regelungen zuvor. Wer Stevia probieren will sollte es bei zertifizierten Seiten im Internet bestellen, im Supermarkt würde ich es nicht kaufen, da ist das Zeug oft irre teuer u d der Lakritzgeschmack wird mitunter nicht entfernt.
Warum? Naja,vielleicht weil die Zuckerindustrie Stevia hasst und deshalb Stevia diskreditieren will, da liegt es nahe, Stevia teuer und mit Lakritzgeschmack in die Regalezu bringen, damit die Konsumenten schlecht von dem Zeugs denken.
Probiert es mal aus und googelt nach Stevia, da gibt es ne Menge anbieter wo es sehr preiswert und gut ist. Vor allem Vorratspackungen in der Plastikdosen kaufen, da wird es nicht feucht, die Tabspender taugen bei Stevia nichts.

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