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14.01.2016

10:14 Uhr

Schokolade aus der Schweiz

Wie Lindt sich auf dem Gipfel hält

VonHolger Alich

Es sind keine süßen Zeiten für Schweizer Unternehmen. Doch der Schokoriese Lindt lässt sich von dem schwierigen Umfeld nur wenig bremsen. Seine Erfolgsgeheimnisse machen den Konzern derzeit krisenfest.

Das Unternehmen profitiert von seiner starken Marke und der Premium-Positionierung seiner Produkte. Imago

Lindt-Produkte

Das Unternehmen profitiert von seiner starken Marke und der Premium-Positionierung seiner Produkte.

ZürichFranken-Stärke, Rezession in den Schwellenländern, Terrorangst: Für Hersteller hochwertiger Konsumgüter aus der Schweiz ist das Umfeld alles andere als schokoladig. Dennoch schafft Lindt & Sprüngli im abgelaufenen Jahr ein Umsatzplus von organisch 7,1 Prozent auf 3,65 Milliarden Franken. Aber auch bei Lindt hinterlässt das Umfeld einige Schleifspuren.

Denn der Hersteller der berühmten Schweizer Schokolade konnte das Wachstumstempo aus dem ersten Halbjahr nicht halten. Bis Ende Juni konnte Lindt & Sprüngli den Umsatz organisch noch um 9,4 Prozent ausbauen.

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Der Jahresumsatz liegt damit knapp unter der Konsensschätzung der Analysten, die im Schnitt mit 3,7 Milliarden Franken gerechnet hatten. Das Management ist dennoch zufrieden: „Einmal mehr wächst die Gruppe substanziell schneller als der Gesamtschokoladenmarkt, der wenige Wachstumsimpulse aufweist“, teilte die Gruppe mit.

Bei anderen Schweizer Unternehmen läuft es dagegen deutlich schlechter. Der Luxusgüterkonzern Richemont meldete ebenfalls am Mittwoch, dass der Umsatz im Weihnachtsquartal währungsbereinigt um vier Prozent auf 2,927 Milliarden Euro sank. Im Vorjahr hatten die Verkäufe von Cartier-Schmuck und Edeluhren der Marken Piaget und IWC noch stagniert.

Die beliebtesten Schokolademarken Deutschlands

Platz 10

Sarotti

Die Schokomarke mit dem Mohr hat ihre Wurzeln in Berlin, doch kommt heute aus dem Hause Stollwerck und wird in Köln produziert.

Umfrage: Ifak Institut, Ipsos, GfK Media and Communication Research.

Platz 9

Toblerone

Die dreieckige Schokolade aus der Schweiz ist auch hierzulande ein Verkaufshit. Die Schokomarke gehört dem Lebensmittelmulti Mondelēz, der auch Milka produziert.

Platz 8

Trumpf/Schogetten

In Aachen begann die Erfolgsgeschichte der vorportionierten Tafeln. Mittlerweile gehört die Schokoladenmarke zur Krüger-Gruppe und wird auch in den großen Discountern vertrieben.

Platz 7

Kinderschokolade

„Mit der Extra-Portion Milch“ wirbt der Hersteller Ferrero für seine süßen Tafeln. Dabei bleibt die Hauptzutat natürlich Zucker.

Platz 6

Alpia

Auch die rosa Schokomarke kommt aus dem Hause Stollwerck und soll vor allem preisbewusste Kunden ansprechen.

Platz 5

Merci

Das schokoladige Dankeschön in Form kleiner Schokoriegel aus dem Hause Storck ist in Deutschland weiterhin gefragt. Inzwischen wird es in 70 Ländern weltweit vertrieben.

Platz 4

Yogurette

„Jung, Schwung, Stimmung“. Die Schokoriegel mit Erdbeer-Joghurt-Geschmack haben mittlerweile viele saisonabhängige Ableger.

Platz 3

Lindt

Der internationale Schokokonzern aus der Schweiz genießt auch in Deutschland einen guten Ruf - von Schokohasen bis Pralines.

Platz 2

Ritter Sport

Zuletzt machte der Mittelständler aus Waldenbuch durch einen Streit mit der Stiftung Warentest von sich reden. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch.

Platz 1

Milka

Der lila Riese dominiert die deutsche Schokobranche. Mittlerweile wird die Marke auch auf etlichen anderen Produkten vermarktet.

Lindt profitiert von seiner starken Marke und der Premium-Positionierung seiner Produkte, die dennoch auch für die Masse als erschwinglicher Luxus bezahlbar bleibt. Mit der neuen Reihe „Hello“ strebt Lindt an, auch ein jüngeres Publikum für Schweizer Premium-Schokolade zu begeistern.

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