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18.01.2005

13:12 Uhr

Schweizer Gesellschaft peilt bis 2006 schwarze Zahlen an

Swiss baut weitere 1 000 Stellen ab

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss wird in den kommenden anderthalb Jahren rund 1 000 Stellen abbauen. Außerdem sollen 13 kleinere Flugzeuge verkauft werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Zürich mit.

HB ZÜRICH. Die Swissair-Nachfolgerin will die Kosten um 300 Mill. sfr senken. Eine Neuausrichtung der Swiss, die sich weiter als Qualitätsanbieter mit weltumspannendem Netz sieht, ist damit jedoch nicht verbunden. Ob der Kostenabbau gelingt, hängt auch von den Pilotengewerkschaften ab. Machen diese keine Lohnzugeständnisse rückt wieder eine Ausgliederung des Regionalverkehrs in den Blickpunkt. Vorweg soll rund ein Drittel des Regionalfluggeschäfts, das unter dem Preisdruck der Billigflieger leidet, an Partnerfluggesellschaften übergehen.

„Wir werden unsere Geschäftsmodell nicht verändern, aber effizienter produzieren“, sagte Franz am Dienstag auf einer Medienkonferenz. Das Kostenniveau der regional operierenden Billiganbieter werde die Swiss zwar nicht erreichen können, aber die Lücke müsse deutlich verkleinert werden. Um sich weiter als mittelgrosser Netzwerk-Anbieter halten zu können, ist Swiss auf regionale Zubringer-Dienste für seine Langstreckenflüge angewiesen. Die Regionalflotte soll um mindestens 13 Maschinen reduziert werden und Partner-Gesellschaften sollen die dadurch ausfallenden Flüge übernehmen. Hierzu liefen derzeit Gespräche mit potenziellen Airlines, so Franz.

Mit den Pilotengewerkschaften will die Swiss neue Arbeitsverträge aushandeln und zu einer „wettbewerbsorientierten Gehaltsstruktur“ kommen. Eine schon einmal 2003 geplante Auslagerung des Regionalverkehrs war nach Verhandlungen mit dem Gewerkschaften wieder fallen gelassen worden. Für den Fall eines Scheiterns der jetzt angestrebten Verhandlungen schloss Franz die Gründung einer Regionalgesellschaft nicht aus. Dies wäre jedoch erst nach dem Auslaufen der Verträge möglich; der betreffende Vertrag mit Swiss Pilots läuft bis Ende Oktober 2005 und kann dann auf drei Monate gekündigt werden.

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