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25.04.2012

19:18 Uhr

Selbstverpflichtung

Burger King kauft keine Eier von Käfighennen

Burger King folgt dem Drängen von Tier- und Verbraucherschützern. Die Restaurant-Kette verpflichtet sich dazu, künftig weder Eier noch Schweinefleisch von Tieren aus Käfighaltung beziehen. Bislang sieht das anders aus.

Burger King will keine Eier von Käfighennen. dpa

Burger King will keine Eier von Käfighennen.

MiamiDie US-Fastfoodkette Burger King will ab 2017 keine Eier und kein Schweinefleisch mehr aus Käfighaltung beziehen. Mit der am Mittwoch bekannt gegebene Entscheidung kommt die zweitgrößte Schnellrestaurantkette seit langem gestellten Forderungen von Tierschützern und Konsumenten entgegen, wonach Tier- und Fleischprodukte mit Rücksicht auf das Wohlergehen von Nutztieren nicht aus Massentierhaltung stammen sollten.

„Viele zehntausende Tiere werden unter besseren Bedingungen leben“ sagte der Präsident der Tierschutzorganisation Humane Society of the United States (HSUS), die Burger King und anderen Großunternehmen unter Druck setzte, damit diese sich gegenüber ihren Lieferanten für bessere Bedingungen in der Nutztierhaltung einsetzen.

Neun Prozent der Eier und 20 Prozent des Schweinefleischs bei Burger King stammen nach Unternehmensangaben schon jetzt aus Freilandhaltung. Der Markenchef des Unternehmens, Jonathan Fitzpatrick, sagte, die Umstellung sei Teil der Unternehmenspolitik für soziale Verantwortung. Auch die Fastfood-Unternehmen McDonald's und Wendy's fragten schon bei Lieferanten an, bis wann sie ohne Massentierhaltung liefern könnten. Ab 2015 ist Käfighaltung von Hühnern in Kalifornien verboten.

Die größten Franchise-Nehmer

463.000 Menschen verdienten ihr Geld Ende 2010 in der Franchise-Wirtschaft, 33,6 Prozent als zehn Jahre zuvor. Knapp die Hälfte arbeitet im Bereich Dienstleistung, mit 32 folgt der Handel, danach Gastronomie und das Handwerk.

Platz 1

Tui/First

Die meisten Reisebüros von Tui und First werden von Franchise-Nehmern geführt. In Deutschland waren es 2009 wie schon in den Vorjahren 1.405 Betriebe.

Platz 2

Der wohl bekannteste Franchise-Geber der Welt liegt in Deutschland nur auf Rang zwei: McDonalds betreibt 1.334 Betriebe in diesem System.

Platz 3

In Deutschland brauchen immer mehr Kinder Nachhilfe. Davon profitiert auch die Schülerhilfe: Mit 1.023 Betrieben Platz liegt das Unternehmen auf Rang drei .

Platz 4

Es folgt der Studienkreis mit 1.006 Betrieben auf Rang vier.

Platz 5

Man findet sie praktisch in jeder Stadt - die Bäckerei-Filialen von Kamps. 930 davon werden im Franchise-System betrieben.

Platz 6

Subway rangiert in Deutschland in Deutschland auf Platz sechs mit 755 Betrieben.

Platz 7

Alles für den Hund - und andere Haustiere: Fressnapf setzte von Beginn an auf Franchising - heute sind es in Deutschland 723 Läden.

Platz 8

Apollo Optik hat in den vergangenen Jahren kräftig zugekauft und setzt auch auf das Franchise-System: 670 Filialen hat die Optikerkette.

Platz 9

Auch die Fastfood-Kette Burger King schafft es in die Top Ten. 650 Betriebe werden von Franchisern geführt.

Platz 10

Eine bekannte Marke, die es trotz der Insolvenz der Mutter noch gibt: Foto Quelle führt 560 Betriebe in Franchise-System.

Platz 11

Dicht dahinter folgt der Ad-Auto Dienst mit 550 Betrieben.

Platz 12

Besonders spannend ist das Genre von Datac nicht: Buchhaltung, Lohnabrechnung und solche Dienstleistungen übernimmt das Unternehmen in 524 Betrieben.

Platz 13

Die Schuhverkäufer von Reno folgen auf Rang 13 mit 498 Läden in Deutschland.

Platz 14

Musikalisch geht es weiter. 475 Betriebe unterhält die Musikschule Fröhlich im Franchise-System.

Platz 15

Zwei Plätze hinter Reno folgt Konkurrent Quick Schuh mit 400 Filialen.

Platz 16

Früher waren Rastplatztoiletten oft ein Graus - Sanifair hat da einiges zum Besseren gewandelt. Auf 368 Betriebe kommt das Unternehmen.

Platz 17

Auf Rang 17 folgt Wohnkultur - das schreibt sich Topa Team zumindest auf die Fahne in 340 Betrieben.

Platz 18

Die Autovermieter von Avis haben es mit 338 Betrieben noch in die Top 20 geschafft.

Platz 19

Mit Holiday Land steht ein zweiter Reiseanbieter in den Top 20. Immerhin kommt das Unternehmen auf 335 Büros in Deutschland.

Platz 20

Obi übersteht den Preiskampf unter den Baumärkten derzeit recht gut. 333 Läden betreibt Obi in Deutschland im Franchise-System.

Von

dapd

Kommentare (2)

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klopsesser

25.04.2012, 20:14 Uhr

warum erst ab 2017, liebe bürger-würger?

Account gelöscht!

26.04.2012, 01:48 Uhr

Vielleicht, weil sich dann keiner mehr daran erinnern kann, daß 2012 so ein "Versprechen" abgegeben wurde.

Aber - einen entscheidenden Vorteil hat Burger-King dann doch gegenüber der Konkurrenz - die versuchen wenigstens nicht, die BLÖD zu verkaufen.

Seit die das tut, habe ich jedenfalls keinen Fuß mehr in deren Läden gesetzt ...

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