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29.06.2017

10:17 Uhr

Sicherheit

Bahn weitet Einsatz von Bodycams aus

Bahn-Mitarbeiter werden künftig in ganz Deutschland mit Bodycams ausgestattet. Nach Tests in Berlin und Köln setzt der Konzern die Technologie bald bundesweit an großen Bahnhöfen und bei Veranstaltungen ein.

Die Kameras sollen an großen Bahnhöfen und im Umfeld von Sport- und Großveranstaltungen ab dem Spätsommer zum Einsatz kommen. dpa

Bodycam bei der Bahn

Die Kameras sollen an großen Bahnhöfen und im Umfeld von Sport- und Großveranstaltungen ab dem Spätsommer zum Einsatz kommen.

BerlinBei Einsätzen auf großen Bahnhöfen und zu Sport- und Großveranstaltungen soll das Sicherheitspersonal der Bahn künftig Körperkameras tragen. Die Kameras werden ab dem Spätsommer in ganz Deutschland zum Einsatz kommen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Donnerstag in Berlin erklärte. Darüber hatte der RBB berichtet. Datenschützer haben Bedenken.

Die Bahn hatte den Einsatz von Videokameras am Körper bereits getestet. Die sogenannten Bodycams kamen etwa in Berliner Bahnhöfen und in Köln zum Einsatz und wurden auch in Zügen ausprobiert. Hintergrund der Aktion sind die zunehmenden Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter.

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„Bodycams sichern Beweismaterial und schützen vor Angriffen“, erklärte der Infrastrukturchef der Bahn, Ronald Pofalla. Sicherheitsteams mit Bodycams seien kein einziges Mal angegriffen worden. Ein eingebauter Monitor, auf dem Angreifer ihr eigenes Verhalten sehen können, habe einen präventiven Effekt.

Die Kameras sollen der Bahn zufolge auf Knopfdruck aktiviert werden können. Die Aufzeichnungen werden demnach verschlüsselt gespeichert. Nur die Bundespolizei könne im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen darauf zugreifen, heißt es.

Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD, befürchtet aber Probleme mit dem Datenschutz beim Einsatz der Körperkameras. „Wir haben vor kurzem erst erlebt, dass die Bahn auch gehackt wurde, dass dort Daten abgeflossen wird, und so ein Videomaterial kann natürlich auch missbraucht werden“, sagte der Politiker im ARD-„Morgenmagazin“ am Donnerstag. Der Schutz der Mitarbeiter sei zwar ein berechtigtes Anliegen - allerdings bedürfe es Klarheit darüber, was mit dem Material passiert.

Von

dpa

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