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18.11.2014

09:31 Uhr

Sixt verdient mehr als gedacht

„Das haben wir nicht erwartet“

Deutschlands größter Autovermieter freut sich über eine kräftige Gewinnsteigerung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Jetzt steckt sich Sixt für das Gesamtjahr 2014 höhere Ziele.

Von Januar bis Ende September kletterte laut Unternehmen der Gewinn vor Steuern um 14,8 Prozent auf 131,1 Millionen Euro. dpa

Von Januar bis Ende September kletterte laut Unternehmen der Gewinn vor Steuern um 14,8 Prozent auf 131,1 Millionen Euro.

MünchenDeutschlands größter Autovermieter Sixt setzt sich nach kräftigen Zuwächsen in den ersten neun Monaten fürs Gesamtjahr 2014 höhere Ziele. Von Januar bis Ende September kletterte der Gewinn vor Steuern um 14,8 Prozent auf 131,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Pullach bei München am Dienstag mitteilte.

Statt einer leichten Steigerung wie bisher erwartet Sixt jetzt, dass das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2014 deutlich über dem Vorjahreswert von 137 Millionen Euro liegen wird. Für den Umsatz kündigte der Konzern ein Plus „im hohen einstelligen Prozentbereich“ an; bislang war hier ein leichtes Wachstum vorausgesagt. In den ersten neun Monaten stiegen die operativen Erlöse um 9,2 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro.

„Dass wir im dritten Quartal eine so hohe Nachfrage verzeichnen würden, haben wir angesichts der sich abschwächenden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen vor allem im Inland in diesem Ausmaß nicht erwartet“, sagte Vorstandschef Erich Sixt. Vor allem wegen der schwächeren Konjunktur in Deutschland sei dies nicht zu erwarten gewesen. Der Konzern macht den Großteil seines Geschäfts im Inland. Auftrieb dürfte dem Konzern auch der Streik der Lokführergewerkschaft GDL gegeben haben. Als die Züge in vielen Bahnhöfen stillstanden, hatte der Autovermieter den Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, in Zeitungsanzeigen zum „Mitarbeiter des Monats“ gekürt.

Zuletzt trugen den Angaben zufolge sowohl das Geschäft mit Mietautos als auch mit Leasingfahrzeugen zu den Zuwächsen bei. Auch für das vierte Quartal rechnete Sixt mit guten Geschäften, allerdings stiegen auch die Kosten. Zudem hätten sich die Aussichten für die westeuropäische Wirtschaft eingetrübt, vor allem wegen der Krisen und Konflikte in der Ukraine oder im Nahen Osten.

„Dass wir im dritten Quartal eine so hohe Nachfrage verzeichnen würden, haben wir angesichts der sich abschwächenden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen vor allem im Inland in diesem Ausmaß nicht erwartet“, sagte er am Dienstag in Pullach bei München. Bislang hatte Sixt für das Gesamtjahr nur leichte Verbesserungen in Aussicht gestellt.

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