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04.11.2016

15:26 Uhr

Sneaker

Von der Straße zum Kultobjekt

VonNoah Gottschalk

Der Sneaker erlebt einen Boom: War er früher ein Schuh für die Straße, gilt er heute als Lifestyle-Produkt, das es auf die Catwalks der Modemetropolen schafft. Manchen dienen die Treter aus Plastik sogar als Geldanlage.

Sammler legen für ein seltenes Paar viel Geld auf den Tisch. Reuters

Sneaker als Lebensgefühl

Sammler legen für ein seltenes Paar viel Geld auf den Tisch.

KölnSchon früh erkannte Marc Leuschner das Potenzial in den Schuhen aus Plastik. Seit 2003 betreibt er den Overkillshop, einen Laden in Berlin sowie einen Online-Shop ausschließlich für Sneaker. „Das Geschäft läuft gut, besonders innerhalb der letzten vier Jahre sind die Verkäufe angestiegen“, sagt der 30-Jährige. Er verdient mit dem Verkauf der Lifestyle-Produkte seinen Lebensunterhalt.

Der Sneaker hat in den vergangenen Jahren einen ordentlichen Image-Aufschwung erlebt. Er liegt im Trend. Mittlerweile kann man den Schuh auch auf den Catwalks der Modemetropolen bewundern. Marc Leuschner spricht gar von einem „Hype“ mit einer riesigen Community. Wie groß diese Fangemeinde ist, merkt Leuschner in seinem Laden.

Die deutsche Schuhindustrie in Zahlen

Ausgaben für Schuhe

Pro Jahr geben die Deutschen über zwölf Milliarden Euro für Schuhe aus.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Marken-Stars

Nike und Adidas sind hierzulande die am weitesten verbreiteten Schuhmarken.

Beliebtester Händler

Deichmann ist sowohl nach Umsatz als auch nach Filialzahl der größte Schuhhändler Deutschlands.

Umsatz

Insgesamt setzt der stationäre Fachhandel über sieben Milliarden Euro netto um.

Importe

Im Jahr 2015 wurden Schuhe im Wert von 2,5 Milliarden Euro aus China importiert.

Der Overkillshop gehört nach eigenen Angaben zu den größten Sneaker-Shops in Europa. Hier gibt es auch die ganz seltenen Modelle. Auf diese hat nämlich nicht jedes Geschäft Zugriff. „Den muss man sich erst verdienen. Verkäufer werden dazu von den Marken in verschiedene Kategorien eingeteilt“, erklärt Leuschner. Sein Shop hat die höchste Zugriffskategorie, dementsprechend groß sind die Auswahl und die Kundschaft.

Zuletzt präsentierte sich Leuschner in Köln auf der Sneakerness, einer Messe rund um den Sneaker. Sein teuerster Schuh kostete dort 3.500 Euro – ein Nike Airmax. Das Besondere: Diesen Schuh gibt es tatsächlich nur einmal. Er ist ein Muster der Produktion, die finale Version wurde noch einmal ein wenig verändert. „Hinzu kommt, wir haben den hier in einer Frauengröße. Das ist besonders selten für ältere Schuhe, damals gab es die nur für Herren“, erklärt Marc Leuschner.

Sneakers und Streetwear: Die coolste Art der Geldanlage

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Für die meisten sind es bloß Turnschuhe. Doch „Sneakerheads“ wissen es besser: Die Sammler der sportlichen Treter mit Gummisohle zahlen vierstellige Summen für limitierte Marken-Sportschuhe – und machen damit gute Geschäfte.

Aber woher kommt der Trend zu immer auffälligeren, bunteren Schuhen? In seiner Grundform ist der Sneaker ein rein amerikanisches Phänomen. „In den 80ern ging der Hype langsam los. Adidas brachte seinen Superstar gemeinsam mit der Hip-Hop-Gruppe Run DMC auf den Markt“, sagt Steffen Methner. Er ist der Chef der Sneakerness. Früher waren Sneaker Schuhe für die Straße – Rapper, Hiphopper oder Basketballer waren damit unterwegs. Heutzutage tragen in New York sogar Männer mit Anzug und Krawatte „untenherum“ einen Sneaker.

Kommentare (3)

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04.11.2016, 17:40 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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04.11.2016, 17:47 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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04.11.2016, 17:54 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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