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19.05.2015

14:52 Uhr

Software-Probleme

Fehler bei Airbus führte zu A400M-Absturz

VonMarkus Fasse

Qualitätsmängel im Airbus-Werk Sevilla waren nach ersten Erkenntnissen Ursache für den Absturz des A400M. Airbus lässt alle Maschinen überprüfen. Doch auch die Rolle der Zulieferer rückt stärker ins Bild.

Nach dem Absturz bei Sevilla war von dem A400M nicht mehr viel übrig. AFP

Nur noch Trümmer und Asche

Nach dem Absturz bei Sevilla war von dem A400M nicht mehr viel übrig.

Frankfurt/ParisDer Absturz des Militärtransporters A400M ist nach ersten Erkenntnissen auf Qualitätsmängel im Airbus-Werk in Sevilla zurückzuführen. Die Software zur Steuerung der Triebwerke sei wahrscheinlich fehlerhaft aufgespielt worden, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Luftfahrtkonzerns. Üblicherweise werde diese Aufgabe im Produktionsprozess vom Triebwerkhersteller übernommen, sei in diesem Falle aber durch Airbus selbst erfolgt. Dabei sei es zu dem Fehler gekommen, der zum Ausfall von drei der vier Triebwerke der Unglücksmaschine geführt habe. Bei dem Absturz am 9.Mai kamen vier Menschen ums Leben.

Hersteller Airbus informierte am Nachmittag seine Kunden über den potentiellen Fehler. Der Bericht der offiziellen Untersuchung der französischen Luftfahrtbehörde steht noch aus. Airbus verschickte an seine Kunden eine „dringliche technische Empfehlung“. Darin werden die A400M-Kunden aufgefordert, vor jedem Flug die Software der Triebwerke zu überprüfen. Die Empfehlung sei das Ergebnis einer internen Analyse, die unabhängig von den derzeit laufenden Untersuchungen vorgenommen worden sei.

Während Frankreich und Airbus ihre Maschinen weiter in der Luft hielten, verzichteten die Türkei, Deutschland und Großbritannien nach dem Unglück auf weitere Testflüge.

Im Airbus-Kreisen hieß es, das Problem sei damit nach jetzigem Wissensstand auf die eine Maschine beschränkt. „Es wäre deshalb verfrüht, von einem weiteren Verzug bei der Auslieferung der Maschinen zu sprechen“, heißt es in den Kreisen. Der Konzern hat für 2015 angekündigt, 14 bis 18 Maschinen an die Kunden zu liefern. Abzüglich der abgestürzten Maschine könnten demnach 17 A400M an die Abnehmerstaaten geliefert werden, sollten die spanischen Behörden die Airbus-Erkenntnisse bestätigen.

Kommentare (8)

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Herr Lung Wong

19.05.2015, 12:53 Uhr

Drohnendesaster, G36, A400M Triebwerke- wo Politiker die Finger drin haben geht es meistens daneben.

Account gelöscht!

19.05.2015, 13:39 Uhr

kann sich ja kaum rechnen, dieses tolle Konsortium. Aber was rechnet sich schon was die Politik anschiebt.

Herr Thomas Ungläubig

19.05.2015, 13:49 Uhr

Wozu braucht die BW 53 Truppentransporter? Wen überfallen wir dieses Mal? Was ist leichter zu manipulieren, Soft- oder Hardware? Wer gewinnt letztendlich Boeing oder EADS? Wie viel an Schmiergeld ist bisher geflossen? Oder alles wieder nur eine Verschwörungstheorie? – Fragen über Fragen.

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