Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.07.2015

16:42 Uhr

Sommerschlussverkauf

Gute Zeiten für Schnäppchenjäger

Am Montag beginnt der Sommerschlussverkauf. Die Einzelhändler locken in diesem Jahr mit durchschnittlich 24 Prozent Rabatt, wie eine Studie zeigt. Zweifel an der Konsumlaune der Verbraucher drücken die Preise.

Einzelhändler gewähren im Sommerschlussverkauf in diesem Jahr im Schnitt 24 Prozent Rabatt. dpa

Sommerschlussverkauf

Einzelhändler gewähren im Sommerschlussverkauf in diesem Jahr im Schnitt 24 Prozent Rabatt.

DüsseldorfSchnäppchenjäger können auf einen guten Sommer hoffen: Im anstehenden Sommerschlussverkauf wollen die Einzelhändler durchschnittlich 24 Prozent Rabatt gewähren, wie aus dem am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Handelsbarometer der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervorgeht. Besonders bei Schuhen, Bekleidung und Sportartikeln sollen die Preise fallen. Laut Handelsverband HDE beginnt der freiwillige Sommerschlussverkauf am Montag.

Während im vergangenen Jahr laut EY 44 Prozent der Händler am Sommerschlussverkauf partizipiert haben, werden es mit 60 Prozent dieses Jahr deutlich mehr. Auch das Rabattniveau liegt knapp über dem des letzten Jahres: 2014 gewährten die Händler im Schnitt 23 Prozent Preisnachlass.

Ruinöser Wettbewerb im Modehandel: Vorsicht, Rabatte!

Ruinöser Wettbewerb im Modehandel

Premium Vorsicht, Rabatte!

Im Modehandel tobt ein Preiskrieg wie noch nie. Hosen, T-Shirts und Röcke werden immer schneller reduziert. Es ist ein ruinöser Wettlauf. Hersteller und Händler leiden zugleich.

Als einen Grund für die steigende Bereitschaft, Rabatte zu gewähren, sieht die Beratungsgesellschaft die zunehmenden Zweifel an der Konsumlaune der Verbraucher. 15 Prozent der Unternehmen rechneten mit einem Rückgang der Shopping-Laune in Deutschland – vor einem Jahr seien nur sechs Prozent pessimistisch gewesen. Die eigene Geschäftslage bewerten demnach nur 36 Prozent der Händler als gut, 2014 waren noch 54 Prozent zufrieden.

Zwar sei die „aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland immer noch überaus positiv“, erklärte Thomas Harms von EY, doch die Griechenland-Krise drücke auf die Verbraucherstimmung. Zudem kämen aus wichtigen Märkten, allen voran den USA und China, derzeit „schlechte Konjunkturnachrichten“.

Rabattaktionen haben EY zufolge längst nicht mehr nur im Sommer und Winter Konjunktur. 27 Prozent der befragten Händler gaben an, im Jahresverlauf mehr als fünf Aktionen durchzuführen. Einzelhändler in Deutschland sind seit 2004 aufgrund einer geänderten Rechtslage nicht mehr zwingend darauf festgelegt, Schlussverkäufe zu festgelegten Zeiträumen Anfang sowie Mitte des Jahres zu veranstalten, sondern können sie jederzeit organisieren.

Um die Kundenbindung zu erhöhen, gewähren laut der EY-Studie viele Händler nur ausgewählten Kunden Preisnachlässe – beispielsweise Besitzern von Kundenkarten. Ebenfalls im Kommen seien Rabatte via Smartphone: 28 Prozent der Händler nutzten bereits Online-Coupons, weitere 25 Prozent planten entsprechende Aktivitäten, teilte EY mit.

Für sein Handelsbarometer befragte das Unternehmen Anfang Juli insgesamt 120 leitende Manager deutscher Handelsunternehmen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×