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13.05.2013

09:38 Uhr

Später Frühlingsbeginn

Baywa startet mit Verlusten ins Jahr

Der Münchener Agrarhandelskonzern hat zu Beginn des Jahres unter dem langen und harten Winter gelitten: Baywa fuhr einen Verlust von über 7 Millionen Euro ein. Dennoch blickt der Konzern optimistisch in die Zukunft.

Der Himmel über einem Baywa-Bauzentrum in Bamberg ist blau. Auf rosige Aussichten hat das Wetter aber lange nicht hoffen lassen. dpa

Der Himmel über einem Baywa-Bauzentrum in Bamberg ist blau. Auf rosige Aussichten hat das Wetter aber lange nicht hoffen lassen.

MünchenDer lange Winter hinterlässt Spuren in der Bilanz des Agrarhändlers BayWa. Anders als im Vorjahr schrieben die Münchner im ersten Quartal einen operativen Verlust (Ebit) von 7,4 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum war noch ein Betriebsgewinn von 6,7 Millionen Euro zu Buche gestanden. Der Nettoverlust bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres bei gut zehn Millionen Euro. Aufgrund des saisonalen Geschäfts schreibt die BayWa in der Regel zu Jahresbeginn rote Zahlen. Der Umsatz legte wegen des Zukaufs mehrerer Getreidehändler im Jahresvergleich um zwei Drittel auf 3,7 Milliarden Euro zu, wie das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen am Montag mitteilte.

Trotz schleppender Geschäfte mit Düngemitteln, Traktoren, Diesel und Baustoffen lässt sich BayWa-Chef Klaus Josef Lutz den Schneid nicht abkaufen. „Die ersten drei Monate haben wegen des saisontypischen Geschäftsverlaufs bei der BayWa und der witterungsbedingten Marktschwankungen nur eingeschränkte Aussagekraft für das Jahresergebnis. Vielmehr sprechen die positiven Marktvorgaben sowie die zunehmende Integration der neuen Gesellschaften für eine gute Basis, um Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern”, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht. „Die Zahlen für April bestätigen diesen Trend.” Die Stimmung bei den Bauern sei nach wie vor gut. In der Branche wird mit mäßigen Erntemengen gerechnet, was in der Regel zu einträglichen Preise führt.

Für das Gesamtjahr rechnet Lutz weiterhin mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 350 Millionen Euro, im ersten Quartal hatte der Wert 21,5 Millionen Euro betragen. „Die Erwartungen für das Geschäftsjahr bleiben weiter positiv”, betonte Lutz. Das Management sei optimistisch, die gesteckten Jahresziele zu erreichen.

Das Ende vergangener Woche aufgedeckte Kartoffel-Kartell hat keinen Einfluss auf die BayWa, sie ist traditionell im Erdäpfel-Handel nicht aktiv.

Von

rtr

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