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05.09.2011

14:33 Uhr

Spanien

Siemens und Fraport bieten für Flughäfen

Die spanische Regierung will sich finanziell Luft verschaffen, indem sie die Flughäfen in Madrid und Barcelona privatisiert. Neben dem Siemens-Konzern hat auch der Frankfurter Betreiber Fraport Interesse angemeldet.

Flughafen bei Madrid: Spanien privatisiert zwei seiner Flughäfen. Reuters

Flughafen bei Madrid: Spanien privatisiert zwei seiner Flughäfen.

München/FrankfurtDer Siemens-Konzern bietet für die zur Privatisierung anstehenden Flughäfen in Madrid und Barcelona. Ein Konzern-Sprecher sagte am Montag in München, derzeit werde ein Gemeinschaftsgebot mit dem spanischen Baukonzern FCC und der in Singapur ansässigen Changi Airport Group vorbereitet. Am Montag endete die Frist für die sogenannte Prä-Qualifizierungsrunde, bei der die Bewerber ihre finanzielle und technische Eignung als mögliche Betreiber unter Beweis stellen müssen.

Auch der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat offiziell Interesse am Betrieb der zur Privatisierung anstehenden Flughäfen in Madrid und Barcelona angemeldet. Man habe die entsprechenden Unterlagen gemeinsam mit dem spanischen Unternehmen Acciona eingereicht, berichtete am Montag ein Fraport-Sprecher in Frankfurt. Der Infrastruktur-Konzern Acciona ist als Dienstleister auf den Flughäfen Madrid und Frankfurt aktiv.

Am Montag endete die Frist für die sogenannte Prä-Qualifizierungsrunde, bei der die Bewerber ihre finanzielle und technische Eignung als mögliche Betreiber unter Beweis stellen müssen. Ein finanzielles Angebot sei mit diesem Schritt noch nicht verbunden gewesen, berichtete der Fraport-Sprecher.

Die im M-Dax notierte Fraport AG betreibt weltweit 13 Flughäfen und ist an weiteren Übernahme- oder Betriebsverträgen interessiert. Zuletzt hatte Fraport-Chef Stefan Schulte Brasilien als interessanten Markt bezeichnet.

In der Vergangenheit hatten Bewerber die hohen Forderungen der spanischen Regierung kritisiert. Sie verlangt von den künftigen Betreibern der beiden Großstadtflughäfen einmalig 5,3 Milliarden Euro plus jährliche Gebühren von 20 Prozent der Flughafeneinnahmen. Die Regierung will sich damit in der aktuellen Finanzkrise Luft verschaffen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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05.09.2011, 19:23 Uhr

Was will Siemens mit einem Flughafen? Das ist ein Technologiekonzern, aber kein Logistikkonzern.

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