Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2007

16:47 Uhr

Spekulation über Fusion

Spinetta verlässt Alitalia-Aufsichtsrat

Der Chef der Air France-KLM hat sich aus dem Führungsgremium von Alitalia zurückgezogen und damit Spekulationen ausgelöst, die französische Fluggesellschaft erwäge ein Übernahmeangebot für die angeschlagenen Italiener. Alitalia soll in diesem Jahr privatisiert werden.

HB ROM. „Da es einen von der italienischen Regierung eröffneten Bieterprozess gibt und angesichts der Tatsache, dass Air France-KLM ein Geschäftspartner der Alitalia ist, kann ihr CEO kein Mitglied des Direktoriums mehr sein“, hieß es in einer Erklärung der Franzosen. Auch Alitalia hatte das Ausscheiden des Air France-KLM-Vorstands und -CEOs Jean-Cyril Spinetta am Mittwoch bekannt gegeben. Die Aktien der italienischen Fluggesellschaft gewannen daraufhin rund drei Prozent an Wert. Gegen Mittag wurden sie in Mailand zu 1,0670 Euro gehandelt.

Einige Händler führten den Zuwachs darauf zurück, dass mit Spinettas Abschied nun ein Übernahmeangebot der Franzosen für Alitalia wahrscheinlicher werde. Air France-KLM gilt seit längerem als potenzieller Käufer für die Alitalia, an der sie bislang schon rund zwei Prozent halten. Italiens Ministerpräsident Romano Prodi hatte sich in der vergangenen Woche positiv über eine solche Übernahme geäußert, jedoch erklärt, er habe Zweifel, ob das Geschäft zu Stande käme. Seine Regierung hatte im Dezember angekündigt, einen Anteil von mindestens 30,1 Prozent an der Fluggesellschaft verkaufen zu wollen. Ein möglicher Bieter wäre damit gezwungen, ein komplettes Übernahmeangebot vorzulegen. Bis zum 29. Januar müssen mögliche Bieter ihr Interesse bekunden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×