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25.11.2016

15:09 Uhr

Spielzeugbranche

Lego eröffnet Fabrik in China

Der Spielzeughersteller Lego produziert ab sofort auch in China. Für das Unternehmen ist es der erste Standort in Asien. Nach einem Streit mit dem chinesischen Künstler Ai Weiwei zeigt sich Lego kompromissbereit.

Der dänische Spielzeughersteller Lego hat in China seine erste asiatische Niederlassung eröffnet. Die Eröffnung war im Vorfeld nicht ganz unumstritten, da Lego dem Künstler Ai Weiwei verweigert hatte, ihn mit Bausteinen zu beliefern – zum Wohlwollen der chinesischen Regierung. AFP; Files; Francois Guillot

Neuer Standort in China

Der dänische Spielzeughersteller Lego hat in China seine erste asiatische Niederlassung eröffnet. Die Eröffnung war im Vorfeld nicht ganz unumstritten, da Lego dem Künstler Ai Weiwei verweigert hatte, ihn mit Bausteinen zu beliefern – zum Wohlwollen der chinesischen Regierung.

JiaxingDer dänische Spielzeugkonzern Lego hat am Freitag seine erste Fabrik in China eröffnet. Das Werk in Jiaxing rund hundert Kilometer von Shanghai entfernt soll zum Großteil für den asiatischen Markt produzieren, wie Lego mitteilte. Zwischen 70 und 80 Prozent der Produktion sollen in der Region verkauft werden.

Für Lego ist die Fabrik die fünfte weltweit und die erste in Asien. Das dänische Familienunternehmen investierte nach eigenen Angaben „hunderte Millionen Euro“ in Jiaxing. Dort sollen 1200 Menschen arbeiten. Die anderen Fabriken stehen in Dänemark, Ungarn, Tschechien und in Mexiko.

In China hofft Lego auf „das Versprechen der Marke: Sicherheit und hohe Qualität“, erklärte Firmenchef Jörgen Vig Knudstorp. Lego ist seit den 80er-Jahren auf dem chinesischen Markt präsent. Im Mai erst eröffnete das Unternehmen einen riesigen Laden, den größten weltweit, im neuen Disneyland in Shanghai. Lego plant auch einen eigenen Themenpark in der Metropole.

Das Projekt wird wohlwollend betrachtet – umso mehr nach der Absage von Lego, den chinesischen Künstler Ai Weiwei mit Bausteinen zu beliefern. Lego könne die Nutzung seiner Steine für „politische Werke“ nicht dulden, hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr erklärt. Ai Weiwei warf den Dänen vor, sie wollten ihre Chancen in China damit verbessern. Anfang dieses Jahres erklärte sich Lego zu einem Kompromiss bereit – das Unternehmen verzichtet fortan darauf zu fragen, wofür seine bunten Bausteine verwendet werden sollen.

Von

afp

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