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26.06.2015

01:59 Uhr

Sportartikel

Nike-Gewinn haut Analysten aus den Schuhen

Adidas-Rivale Nike ist mit seinem vierten Quartal zufrieden: Gewinn und Umsatz kletterten kräftig. Besonders im Heimatmarkt USA und in China legte der Sportartikelhersteller zu. Doch es gab auch einen Wermutstropfen.

Fußballschuhe des Sportartikelherstellers Nike: Die Quartalszahlen des US-Unternehmens fielen besser aus als erwartet. dpa

Nike

Fußballschuhe des Sportartikelherstellers Nike: Die Quartalszahlen des US-Unternehmens fielen besser aus als erwartet.

Beaverton/BangaloreStarke Verkäufe in China und im US-Heimatmarkt füllen dem weltgrößten Sportartikelhersteller Nike die Kasse. Im vierten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 865 Millionen Dollar (772 Mio Euro), wie der Adidas-Konkurrent am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 7,78 Milliarden Dollar.

Der Gewinn je Aktie betrug 98 Cent. Damit übertraf Nike die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Durchschnitt nur mit einem Ergebnis je Anteilsschein von 83 Cent und einem Umsatz von 7,69 Milliarden Dollar gerechnet. Zudem konnte Nike seine Sportbekleidung zu höheren Preisen losschlagen.

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Am stärksten legten die Einnahmen in China und Nordamerika zu, wo Nike Umsatzanstiege um 18 und 13 Prozent verbuchte. In Europa, dem Heimatmarkt des deutschen Rivalen Adidas, schrumpften die Erlöse um drei Prozent. Mit der Hausmarke Nike setzte der Konzern fünf Prozent mehr um, das Label Converse schaffte ein Plus von sechs Prozent.

Der starke Dollar, der die Auslandserlöse bei Umrechnung in die US-Währung schmälert, belastet die Ergebnisse jedoch weiterhin etwas. Ohne den Einfluss des Wechselkurses hätte der Umsatz um 13 Prozent zugenommen. Konzernchef Mark Parker zeigte sich dennoch sehr zufrieden: „2015 war ein herausragendes Geschäftsjahr für Nike“.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr baute Nike den Gewinn um 22 Prozent auf unter dem Strich 3,27 Milliarden Dollar aus. Der Umsatz wuchs um zehn Prozent auf 30,60 Milliarden Dollar.

Die Bestellungen zwischen Juni und November stiegen nach Unternehmensangaben um 13 Prozent. Analysten hatten hier eine Abschwächung des Wachstums auf 10,4 Prozent von 11 Prozent am Ende des dritten Quartals erwartet. Das Unternehmen erwartet nun ein um Währungseinflüsse bereinigtes Umsatzplus im niedrigen zweistelligen Bereich im laufenden Geschäftsjahr.

Analysten zeigten sich angetan von der Bilanz. "Durch die Bank extrem beeindruckend. Es ist beinahe atemberaubend, wie ein so großes Unternehmen Jahr ein Jahr aus derartige Zahlen vorlegen kann", sagte Edward-Jones-Analyst Brian Yarbrough.

An der Wall Street nahmen die Händler die Zahlen positiv auf: Die Nike-Aktie kletterte nachbörslich mehr als zwei Prozent.

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