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15.10.2015

15:43 Uhr

Sportartikel

Nike hält Adidas auf Abstand

Es war der Traum von Adidas-Chef Herbert Hainer: so groß zu werden wie Nike. Doch der Abstand zu dem US-Konkurrenten ist größer geworden. In den kommenden Jahren will Nike-Chef Parker der Konkurrenz davonsprinten.

Mit einem angepeilten Umsatz von 50 Milliarden Euro bis 2020 peilt Nike doppelt so hohe Erlöse an wie die Nummer zwei: Adidas. Reuters

Weltmarktführer

Mit einem angepeilten Umsatz von 50 Milliarden Euro bis 2020 peilt Nike doppelt so hohe Erlöse an wie die Nummer zwei: Adidas.

Beaverton/HerzogenaurachDer US-Sportartikelriese Nike will Adidas und andere Konkurrenten weiter auf Abstand halten. Der Konzern habe sich das Ziel gesteckt, die Erlöse bis Ende des Geschäftsjahres 2020 (31. Mai) um fast zwei Drittel auf 50 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) zu steigern, kündigte Konzernchef Mark Parker am Mittwoch bei einem Investorentag am Firmensitz in Beaverton, Oregon, an. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der Umsatz pro Jahr im Schnitt um rund zehn Prozent zulegen. 2014/15 erlöste Nike knapp 31 Milliarden Dollar.

Mit den mittelfristigen Zielen zementiert der US-Konzern seinen Führungsanspruch. Die weltweite Nummer zwei, Adidas, hatte im Frühjahr ebenfalls einen Fünfjahresplan vorgestellt, wonach der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich zulegen soll. Zu aktuellen Wechselkursen entspräche dies einem Umsatz von mehr als 22 Milliarden Euro im Jahr 2020, sagte Vorstandschef Herbert Hainer Ende März. Dies wäre halb so viel wie die Nike-Vorgabe. 2014 hatte Adidas 14,5 Milliarden Euro Umsatz gemacht.

Die deutsche Schuhindustrie in Zahlen

Ausgaben für Schuhe

Pro Jahr geben die Deutschen über zwölf Milliarden Euro für Schuhe aus.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Deichmann ist sowohl nach Umsatz als auch nach Filialzahl der größte Schuhhändler Deutschlands.

Umsatz

Insgesamt setzt der stationäre Fachhandel über sieben Milliarden Euro netto um.

Importe

Im Jahr 2015 wurden Schuhe im Wert von 2,5 Milliarden Euro aus China importiert.

Dafür wollen die Franken ihre Aktionäre stärker am Gewinn beteiligen. 30 bis 50 Prozent plant Adidas in den kommenden fünf Jahren als Dividende auszuschütten. Die Nike-Anteilseigner sollen 25 bis 35 Prozent erhalten.

Schwierig bleibt für Adidas vor allem der US-Markt. Denn dort sehen sich die Franken seit einiger Zeit einem zweiten Konkurrenten gegenüber: Der Firma Under Armour. Weltweit sind die Under-Armour-Umsätze zwar noch überschaubar, aber auf dem US-Markt hat sich der Fitness- und Running-Spezialist bereits auf Platz zwei hinter Nike geschoben. Mit Sponsorverträgen, etwa mit dem Fußball-Bundesligisten Hannover 96, versucht das US-Unternehmen auch in Deutschland stärker Fuß zu fassen.

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