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05.11.2015

08:50 Uhr

Sportartikel

Starker Sommer sorgt für Zuversicht bei Adidas

Adidas hat im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Der Sportartikel-Hersteller erhöht daraufhin die Ziele für das Gesamtjahr. Die Golfsparte soll unterdessen weiter verschlankt werden.

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MünchenÜberraschend gute Geschäfte sorgen bei Adidas für Optimismus. Weil der Sportausrüster im Sommer Erlöse und Gewinne stärker steigerte als erwartet, steckte Vorstandschef Herbert Hainer sich am Donnerstag höhere Ziele für das Gesamtjahr. Der Umsatz soll nun im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, Währungseffekte herausgerechnet. Bisher hatte Adidas ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn soll um etwa zehn Prozent zulegen, das ist das obere Ende der bisher veranschlagten Spanne.

„Dank unserer hervorragenden Performance in den ersten neun Monaten erreichen wir die Ziellinie für 2015 viel schneller, als wir erwartet haben“, erklärte Hainer. Sogar die schwächelnde Golfsparte, von Adidas selbst zuletzt als Sanierungsfall eingestuft, legte im dritten Quartal zu: Der Umsatz der Sparte stieg währungsbereinigt um mehr als sechs Prozent, mit Rückenwind durch den starken Dollar sogar um 15 Prozent. Konzernweit wuchsen die Erlöse um 18 Prozent Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich 4,5 Milliarden Euro erwartet.

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Der Betriebsgewinn des Konzerns kletterte um gut 26 Prozent auf 505 Millionen Euro – Branchenexperten hatten im Durchschnitt mit 451 Millionen Euro gerechnet. Der Überschuss legte um zehn Prozent auf 311 Millionen Euro zu, fünf Millionen Euro mehr als an den Finanzmärkten erwartet. Die Adidas-Aktie legte vorbörslich um 1,5 Prozent zu. Auch der größere Erzrivale Nike in den USA und der Branchendritte Puma hatten zuletzt von guten Geschäften berichtet.

„Die Investitionen in unsere Marken sowie eine schlankere Golforganisation werden im nächsten Jahr einen unmittelbaren und positiven Einfluss auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung haben“, erklärte Hainer. Damit sei der Sportausrüster für eine nachhaltige Steigerung der Profitabilität vom kommenden Jahr an gut aufgestellt. Die Sparte Taylor Made - Adidas Golf werde ihre Strukturen und Abläufe weiter straffen. Dazu gehöre auch ein Stellenabbau: Die Zahl der Mitarbeiter der Sparte soll bis Jahresende weltweit um 14 Prozent verringert werden. Da immer weniger Amerikaner der früheren Trendsportart nachgehen, hatte Hainer bei Taylor Made - Adidas Golf harte Einschnitte angekündigt.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Von

rtr

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