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05.03.2014

10:14 Uhr

Sportartikelhersteller

Adidas denkt über Preiserhöhungen nach

VonMartin Dowideit

Den Vertrag von Herber Hainer hat Adidas bis 2017 verlängert, doch der Vorstandschef kämpft mit Problemen. Der Konzern stagniert beim Umsatz – der starke Euro macht zu schaffen. Jetzt soll es die Fußball-WM richten.

Kaufinteresse erlahmt - Adidas enttäuscht vor Fußball-WM

Video: Kaufinteresse erlahmt - Adidas enttäuscht vor Fußball-WM

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DüsseldorfDas ursprüngliche Ziel gut 15 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013 hatte Adidas-Chef Herbert Hainer im September kassiert. 14,5 Milliarden Euro hat der Sportartikelkonzern stattdessen erreicht. Das sind drei Prozent weniger als noch im Jahr 2012. Ein Grund für die Entwicklung: der starke Euro.

Man sei ehrgeiziger in das Jahr gestartet, so Hainer am Mittwoch bei der Vorlage der Jahreszahlen. „Währungseffekte haben uns allein im vierten Quartal 9 Prozentpunkte unseres Umsatzes gekostet“, sagte der 59-Jährige. Sein Vertrag als Adidas-Chef war am Vortag um zwei Jahre bis 2017 verlängert worden. Die Adidas-Aktie verlor im frühen Handel 1,4 Prozent.

Den Konzern plagt unter anderem der misslungene Neubau eines Lagers im wichtigen russischen Markt. Außerdem schwächelt die bislang höchst erfolgreiche Golfsparte. Im vierten Quartal kam das Geschäft in Westeuropa zudem immer noch nicht wieder in die Gänge. Die Ausgabebereitschaft für Markenprodukte mit den drei Streifen leidet in den angeschlagenen südeuropäischen Ländern.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Die größte Hürde, um sich Weltmarktführer Nike zu nähern, sieht der am Mittwoch aus dem Amt scheidende Vorstand Erich Stamminger allerdings auf dem amerikanischen Markt. „Dort haben wir nicht die dominierende Position wie im europäischen Handel. Das schmerzt, denn nirgendwo geben die Leute so viel Geld für Sportausrüstung aus wie in den USA“, sagt Stamminger im Interview mit der digitalen Tageszeitung Handelsblatt Live. „Zudem kommen die wesentlichen Trends unserer Branche aus Amerika.“

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