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21.11.2013

16:22 Uhr

Sportartikelhersteller

Fifa gibt Adidas die Lizenz zum Gelddrucken

Bis 2030 wollen der Weltfußballverband Fifa und Adidas zusammenarbeiten: Damit sichert sich der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach auch weiterhin einen Vorteil gegenüber seinem schärfsten US-Konkurrenten.

Alles von Adidas: Der deutsche Fußballnationalspieler Mesut Özil (l) in Aktion im neuen Trikot der Nationalmannschaft von Ausrüster Adidas für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. dpa

Alles von Adidas: Der deutsche Fußballnationalspieler Mesut Özil (l) in Aktion im neuen Trikot der Nationalmannschaft von Ausrüster Adidas für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

München/ZürichAdidas hat sich die Partnerschaft mit dem Weltfußballverband Fifa auch für die kommenden 17 Jahre gesichert. Der nach Nike zweitgrößte Sportartikelhersteller und der Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft verlängerten ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit bis zum Jahr 2030, wie die Partner am Donnerstag mitteilten.

Damit verschafft sich Adidas als offizieller Partner, Ausrüster und Lizenznehmer auch in Zukunft einen entscheidenden Vorteil im Kampf mit dem US-Rivalen, dem im Fußballgeschäft zuletzt Anschlusstreffer ausgerechnet im wichtigen deutschen Markt gelungen waren.

„Diese einzigartige Partnerschaft und unsere ausgedehnte Anwesenheit bei allen Fifa-Weltmeisterschaften werden uns helfen, die Position von Adidas als weltweit führende Fußballmarke auszubauen", sagte Adidas-Chef Herbert Hainer. Fifa-Marketingchef Thierry Weil verwies auf die bereits seit 1970 andauernde Kooperation.

Die größten Sportartikelhersteller (Umsatz 2012)

Nike

17,8 Milliarden Euro

Adidas

14,9 Milliarden Euro

VF Corp. (USA)

5 Milliarden Euro

Puma

3,3 Milliarden Euro

Asics

2,3 Milliarden Euro

Jarden

2,1 Milliarden Euro

Amer Sports

2,1 Milliarden Euro

New Balance

2,1 Milliarden Euro

Quiksilver

1,6 Milliarden Euro

Columbia Sport

1,3 Milliarden Euro

Billabong

1,1 Milliarden Euro

Pacific Sunwear

0,6 Milliarden Euro

Quellen

FAZ, GfK, Sport-Scheck, eigene Recherche (via Statista.de)

Nach einem überraschend schwachen Sommerquartal setzen die Franken große Hoffnungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Das Geschäft mit Trikots und Schuhen für das Sportspektakel in Brasilien läuft bereits an. Auch der offizielle Spielball bei der WM in Brasilien und den nachfolgenden Turnieren wird von der Firma gestellt. Zudem erhält das Unternehmen Lizenzeinnahmen aus dem Verkauf von FIFA-Produkten.

Im nächsten Jahr sollen die Fußball-Umsätze durch die WM um rund 300 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro steigen. Das Geschäft bei Nike lief zuletzt weltweit besser als bei Adidas, zudem berichteten deutsche Handelsketten von starker Nachfrage nach Fußballschuhen der Amerikaner.

„Wir haben eine Menge Munition, um zurückzuschlagen", konterte Hainer jüngst. Adidas hat neben Fußballclubs wie FC Bayern München, Real Madrid und AC Mailand auch zahlreiche Top-Spieler wie Lionel Messi, Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger unter Vertrag.

Kommentare (1)

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21.11.2013, 18:14 Uhr

Na wer bezahlt denn die Zeche für diesen Größenwahn. Ja richtig der dumme Verbraucher, der glaubt in diesen Klamotten schneller, höher, weiter.. kurz besser zu sein als der Rest. Na dann viel Spaß dabei.

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