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25.04.2014

13:08 Uhr

Sportartikelhersteller

Streik bei Adidas-Zulieferer in China beendet

Der größte Streik in China seit geraumer Zeit ist beendet. Bei einem chinesischen Adidas-Zulieferer stand zwei Wochen alles still. Der Arbeitgeber kam nun den Kernforderungen der Streikenden nach.

Chinesische Streikende: Dem Fabrikbetreiber wird vorgehalten, über Jahre zu wenig Geld in Sozialfonds und für Wohnzuschüsse eingezahlt zu haben. Reuters

Chinesische Streikende: Dem Fabrikbetreiber wird vorgehalten, über Jahre zu wenig Geld in Sozialfonds und für Wohnzuschüsse eingezahlt zu haben.

ShanghaiDer Streik bei einem chinesischen Adidas-Zulieferer nähert sich nach fast zwei Wochen seinem Ende. Ein großer Teil der Streikenden sei an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt, nachdem der Betreiber der Schuhfabrik einigen ihrer Kernforderungen nachgekommen sei, sagten Arbeiter und Firmenvertreter am Freitag. Die Produktion sei wieder angelaufen, sagte der zuständige Manager des weltweit größten Schuhproduzenten Yue Yuen. „Wir tun unser Bestes, um mit den Gruppen zu kommunizieren, die immer noch im Ausstand sind.“

Arbeitnehmervertretern zufolge handelt es sich um den größten Streik in China seit geraumer Zeit. Wegen des Ausstands hatte der Sportartikelhersteller Adidas Aufträge von der Fabrik abgezogen. In dem Werk arbeiten etwa 40.000 Menschen, die vergangenes Jahr nach Firmenangaben etwa 300 Millionen Paar Schuhe herstellten. Yue Yuen beliefert neben Adidas unter anderem auch Nike.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Dem Fabrikbetreiber wird vorgehalten, über Jahre zu wenig Geld in Sozialfonds und für Wohnzuschüsse eingezahlt zu haben. Das rief auch das Arbeitsministerium auf den Plan: Die zuständige Abteilung habe Yue Yuen angewiesen, die offenen Rechnungen bis Freitag zu bezahlen. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Von

rtr

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