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09.05.2012

08:01 Uhr

Stahlhändler

KlöCo nach Einbußen skeptisch

Nach Einbußen im ersten Quartal blickt der Stahlhändler Klöckner und Co skeptisch auf die Geschäftsentwicklung 2012. Das Unternehmen leidet unter Preisdruck. Auch die Nachfrage lässt zu wünschen übrig.

Außenansicht des Verwaltungsgebäudes der Klöckner & Co AG in Duisburg. dpa

Außenansicht des Verwaltungsgebäudes der Klöckner & Co AG in Duisburg.

Düsseldorf Der Stahlhändler Klöckner & Co blickt nach Einbußen im ersten Quartal skeptischer auf die Geschäftsentwicklung 2012. Die angestrebte Verbesserung des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde nur gelingen, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa im zweiten Halbjahr verbessert, teilte KlöCo am Mittwoch mit.

„Sollte dies nicht der Fall sein, geht das Unternehmen aus heutiger Sicht davon aus, dass sich das operative Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird.“ Von Januar bis Ende März erzielte KlöCo ein Ebitda von 45 Millionen Euro - weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 48,2 Millionen Euro gerechnet.

KlöCo leidet nicht nur unter einer gedämpften Stahlnachfrage in Europa - das Amerika-Geschäft läuft besser -,sondern unter dem Preisdruck in der von Überkapazitäten geprägten Branche. Unter dem Strich fuhr der Konzern im ersten Quartal einen Fehlbetrag von zehn Millionen Euro ein nach einem Gewinn von 44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dem stand eine Steigerung des Absatzes und des Umsatzes von über 22 Prozent gegenüber.

Die Erlöse fielen mit 1,945 Milliarden Euro höher aus als die Schätzungen der Analysten von 1,865 Milliarden. Das Wachstum hat der Konzern insbesondere dem Zukauf der Firma Macsteel in den USA zu verdanken. Im Gesamtjahr will KlöCo den Absatz um fünf Prozent erhöhen und die Erlöse über die rund sieben Milliarden Euro des Vorjahres hieven.

Für das zweite Quartal peilt Vorstandschef Gisbert Rühl ein Ebitda von 50 bis 60 Millionen Euro an. Im Geschäftsjahr 2011 hat der im MDax notierte Konzern operativ 217 Millionen Euro verdient. Rühl will die Kosten drücken. Von den angekündigten 700 Stellenstreichungen in Europa habe er bis Ende März bereits 400 in die Tat umgesetzt, erläuterte der Manager. Zudem habe er erste Schritte zur Schließung unrentabler Geschäfte insbesondere in Spanien und Osteuropa umgesetzt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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TOKH1

09.05.2012, 09:18 Uhr

Das hat sich doch noch vor einigen Monaten völlig anders angehört: Alles bestens, Zukäufe weltweit, Wachstum im Umsatz und Profit, können vor Kraft kaum laufen usw.... als Aktionär wird man halt über den Tisch gezogen. Sicher ist nur die Vergütung des CEO. Wofür eigemntlich wenn dessen Forecast kaum ein halbes Jahr wert ist?

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