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31.10.2013

07:57 Uhr

Starbucks

Die Bohne ist nicht genug

VonNils Rüdel

Starbucks hat das beste Jahr seiner Geschichte hingelegt. Das verdankt der Konzern vor allem den Kaffeetrinkern. Firmenchef Schultz will nun mit Tee aufbauen, was er mit dem schwarzen Wachmacher geschafft hat.

Expansionspläne: Starbucks-Chef Howard Schultz will seinen Kaffee-Erfolg mit Tee wiederholen. dpa

Expansionspläne: Starbucks-Chef Howard Schultz will seinen Kaffee-Erfolg mit Tee wiederholen.

New YorkAn der Ecke 84. Straße und Madison Avenue in Manhattan duftet es seit neuestem nach Tee. Dort, an der reichen Upper East Side, einen Block vom Central Park entfernt, sollen die Kunden nicht nur Tee trinken – sie sollen ihn erleben. Bei „Teavana“, so heißt der Laden, sind die Bedienungen überfreundlich, die Wände und Tische in gedecktem Braun und Grau gehalten. Bilder von Teepflanzen verzieren die Wände, zur Entspannung spielt eine leise Zen-Musik. Da soll man gerne mal 4,95 Dollar, rund 3,60 Euro, für einen großen „Spiced Mandarin Oolong“ zahlen oder 5,95 Dollar für einen „Sparkling Golden Monkey Tea Lemonade“. Wer hier lebt, kann es sich leisten.   

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Was fehlt, ist auch nur der kleinste Hinweis, wer hinter diesem kleinen Laden mit dem Yogi im Logo steckt: die weltgrößte Kaffeekette Starbucks. Die Teavana-Filiale, vor einer Woche eröffnet, ist die erste gleichnamige Tee-Bar des Weltkonzerns. Starbucks-Chef Howard Schultz will mit Tee das schaffen, was er mit Kaffee geschafft hat – um ein altbekanntes, stinknormales Heißgetränk herum eine weltumspannende Kette aufbauen. Gut 1000 Teavana-Standorte sollen in den kommenden fünf Jahren entstehen, so der ambitionierte Plan.

Dabei ist das Teavana-Abenteuer nur der jüngste Streich des Milliardärs. Schultz hat unter anderem bereits einen Safthersteller und eine Bäckereikette gekauft und seinem Konzern einverleibt. Sein Ziel: Starbucks vom einstigen Kaffeeröster zum globalen Konsumgüter-Riesen auszubauen. Auch wenn mancher Analyst skeptisch ist, ob sich Schultz nicht vielleicht ein bisschen übernimmt – die Zahlen aus dem vergangenen Quartal weisen durchaus in die richtige Richtung.

Kommentare (3)

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31.10.2013, 09:03 Uhr

Ich trinke meinen Kaffee nach wie vor am liebsten zuhause!

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31.10.2013, 09:25 Uhr

Tja, die Menschen stehen auf Schlichtheit und KLarheit:
Max.
vier verschiedene Trinkprodukte (Starbucks)oder
fünf verschiedene Burger (Mcdonalds)oder
drei verschiedene Telefone (Apple)
und fertig ist das weltweite Erfolgskonzept.
Der Konsument machts möglich....

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31.10.2013, 11:14 Uhr

Mehr Auswahl senkt auch die Servicezeiten, führt also zum Tradeoff. McD und Starbuckskunden wollen nicht ewig auf ihre Bestellung warten und das ist auch völlig akzeptabel, finde ich.

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