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03.05.2016

13:58 Uhr

Starbucks

Frau klagt wegen zu viel Eis im Kaffee

Führt Starbucks seine Kunden in die Irre, indem die Kaffeehauskette zu viel Eis in ihre kalten Getränke gibt? Eine US-Amerikanerin fordert deshalb jetzt mehr als fünf Millionen Dollar Schadenersatz.

Chicago

4,3 Millionen Schadensersatz: Täuscht Starbucks seine Kunden?

Chicago: 4,3 Millionen Schadensersatz: Täuscht Starbucks seine Kunden?

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New YorkWeil ihr im Eiskaffee zu viel Eis und zu wenig Kaffee ist, verklagt eine Frau aus Chicago die Kaffeehauskette Starbucks. Stacy Pincus fordert mehr als fünf Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro) Schadenersatz wegen irreführender Werbung und Konsumentenbetrugs. Bei den Kaltgetränken von Starbucks sei „viel weniger“ des jeweiligen Getränks im Becher als versprochen, heißt es in der Klage.

Pincus sieht sich und Millionen andere Starbucks-Kunden seit dem Frühjahr 2006 hinters Licht geführt. In der vergangene Woche im US-Bundesstaat Illinois eingereichten Zivilklage heißt es, in der größten Bechergröße „Venti“ seien laut Aushang 0,7 Liter des jeweiligen Getränks wie Kaffee oder Tee enthalten. Tatsächlich werde aber so viel Eis hineingegeben, dass lediglich noch etwa 0,4 Liter des Getränks hineinpassten.

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Starbucks schreibe seinen Angestellten die Füllmenge mit schwarzen Markierungsstrichen auf den Bechern genau vor, heißt es in der Klage weiter. Die Mitarbeiter würden somit angehalten, weniger Getränke auszuschenken als in der Werbung versprochen.

Pincus greift außerdem die Preispolitik von Starbucks an. Es sei nicht in Ordnung, dass die als Frappé bekannten kalten Getränke teurer seien als die heißen gleicher Größe.

Starbucks wies die Vorwürfe als „unseriös“ zurück. Die Kunden verstünden, dass Eis ein essenzieller Bestandteil jedes geeisten Getränks sei, erklärte das Unternehmen. Sollte jemand nicht zufrieden mit der Zubereitung seines Getränks sein, werde es gern nach seinen Vorstellungen neu hergestellt.

Starbucks unterhält weltweit mehr als 23.000 Geschäfte. Im vergangenen Jahr sorgten Getränke für 73 Prozent des Umsatzes in den Filialen.

Von

afp

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