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18.02.2014

10:42 Uhr

Starkes Europageschäft

TNT Express schreibt wieder schwarze Zahlen

Operativer Gewinn von 88 Millionen Euro: Nach Verlusten im Vorjahreszeitraum ist das eine gute Nachricht für den Logistikkonzern TNT Express. Der Konzernumsatz bestätigt den positiven Trend allerdings noch nicht.

Viel zu tun: TNT Express ist wieder in der Gewinnzone. dapd

Viel zu tun: TNT Express ist wieder in der Gewinnzone.

AmsterdamDer Deutsche-Post-Rivale TNT Express hat dank des anziehenden Geschäfts in Europa und den USA wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das vergangene Quartal habe einen operativen Gewinn von 88 Millionen Euro gebracht nach einem Verlust von 52 Millionen im Vorjahreszeitraum, teilte der niederländische Paketdienst am Dienstag mit. Trotz des Preisdrucks hätten sich auch in Deutschland die Rahmenbedingungen wieder verbessert.

Der Konzernumsatz belief sich allerdings nur noch auf 1,74 Milliarden Euro, was das Management unter anderem auf den Verkauf des Frachtgeschäfts innerhalb Chinas zurückführte. Vor Jahresfrist lagen die Erlöse noch 4,6 Prozent höher. Ab 2015 strebt der Konzern ein jährliches Wachstum von zwei Prozent an.

Wo Pakete am Wunschtermin kommen

Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post will künftig allen Paketempfängern den Lieferzeitpunkt auf vier Stunden genau mitteilen. Kunden erhalten am Vortag der Zustellung eine E-Mail, in der das Zeitfenster genannt wird. Dafür gibt der Absender des Pakets, zum Beispiel ein Onlineshop die E-Mail-Adresse des Empfängers an DHL weiter. Über das Portal Paket.de können Empfänger auch Wunschtag und Wunschort für die Lieferung festlegen, müssen sich hierfür allerdings registrieren. DHL bietet Versendern außerdem kostenpflichtig an, Pakete per Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit zu liefern. Bei den Selbstbedienungs-Packstationen des Konzerns können Kunden rund um die Uhr ihre Lieferungen abholen.

GLS

Der Paketlieferant kann den Zustellzeitpunkt für Empfänger zwischen einer und vier Stunden eingrenzen - je nachdem, wie dicht besiedelt das Liefergebiet ist. Meist kann das Unternehmen nach eigenen Angaben den Liefertermin auf zwei Stunden genau vorhersagen. Das Angebot ist für den Versender kostenfrei. Kann ein Paket weder dem Empfänger direkt zugestellt, noch einem Nachbarn übergeben werden, geht es zur Abholung durch den Kunden in einen Paketshop.

DPD

DPD bietet Versendern die kostenpflichtige Möglichkeit, ein Zeitfenster für Paketlieferungen festzulegen. Dieses Zeitfenster beläuft sich nach Angaben des Unternehmens „auf bis zu drei Stunden“, soll aber künftig nur noch 30 Minuten betragen. Empfänger werden am Zustelltag per SMS oder E-Mail über den erwartbaren Zustellzeitpunkt informiert. Alternativ bietet DPD Empfängern an, sich Pakete in einen DPD-Paketshop in der Nähe schicken zu lassen anstatt an die eigene Adresse.

UPS

Der Paketdienst UPS nennt Empfängern bei Standardsendungen kein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung. Die Zustellung erfolgt demnach "üblicherweise zwischen 09.00 und 17.00 Uhr (und manchmal später) an Privathaushalte". Bis zu drei Zustellversuche würden unternommen, Wochenenden und Feiertage sind bei der Zustellung ausgeschlossen. Als Service können Versender die Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit hinzu buchen, wie etwa vor 09.00 Uhr oder vor 10.30 Uhr, ebenso wie teils auch die Samstagszustellung.

Hermes

Der Zustelldienst des Versandhändlers Otto will Empfängern ab kommendem Jahr auf ein bis zwei Stunden genau mitteilen, wann sie beliefert werden. Auch will das Unternehmen künftig verstärkt nach Feierabend liefern, wie Hermes-Chef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt" im Februar sagte. Bislang liefert Hermes nach eigenen Angaben von montags bis samstags zwischen acht und 20.00 Uhr. Ein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung ist nach Firmenangaben bislang nicht möglich. Auch Hermes leitet Sendungen auf Wunsch der Empfänger in Paketshops weiter.

Im vergangenen Jahr hatte die Europäische Kommission die Übernahme von TNT Express durch den US-Paketdienst UPS untersagt, weil sie eine Einschränkung des Wettbewerbs befürchtete.

Von

rtr

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