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26.06.2014

10:28 Uhr

Starkes Frühjahrsquartal

Deutsche Heimwerker schieben Hornbach-Geschäft an

Die Baumarktkette profitiert vom guten Wetter für Heimwerker und Gartenfreunde. Im Frühjahrsquartal legt Hornbach vor allem in Deutschland einen kräftigen Gewinnsprung hin. Das liegt aber auch an der Praktiker-Pleite.

Der Heimwerkermarkt der Firma Hornbach. Ein später Wintereinbruch hatte im Vorjahresquartal die Lust auf Heimwerkerprojekte gedämpft. ap

Der Heimwerkermarkt der Firma Hornbach. Ein später Wintereinbruch hatte im Vorjahresquartal die Lust auf Heimwerkerprojekte gedämpft.

FrankfurtGutes Wetter für Heimwerker und Gartenfreunde haben der Baumarktkette Hornbach im Frühjahrsquartal einen kräftigen Gewinnsprung beschert. „Im März ist die Nachfrage der Bau- und Heimwerkerkunden in unseren Märkten regelrecht explodiert“, sagte Finanzvorstand Roland Pelka am Donnerstag. „Wir haben nicht nur den Gewinneinbruch durch den harten Winter im Vorjahresquartal wieder wettgemacht, sondern auch noch eine ordentliche Schippe draufgelegt.“

Bei der Hornbach Holding stieg der Umsatz im ersten Quartal (März bis Mai) um 16 Prozent auf gut eine Milliarde Euro, das operative Ergebnis (Ebit) legte um mehr als 70 Prozent auf 87,3 Millionen Euro zu. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 55,2 Millionen Euro und damit 77 Prozent mehr.

Im Vorjahresquartal hatte ein später Wintereinbruch die Lust auf Heimwerkerprojekte gedämpft. Hornbach hatte damals einen Gewinneinbruch von mehr als 30 Prozent verzeichnet. In diesem Jahr griffen die Kunden wegen des schönen Wetters wieder zu, am stärksten in Deutschland: Hier verbuchten die Hornbach-Märkte ein Umsatzplus von rund 20 Prozent auf 575 Millionen Euro.

Der Konzern profitierte dabei von der Schließung vieler Praktiker-Baumärkte. Durch die Pleite des Wettbewerbers stieg Hornbach zur drittgrößten deutschen Baumarktkette hinter Obi und Bauhaus auf. Die Auslandsumsätze stiegen aber ebenfalls, und zwar um knapp zwölf Prozent auf 402 Millionen Euro.

„Nach dem Umsatz- und Gewinnsprung in den ersten drei Monaten folgen nun drei Quartale, die sich mit außerordentlich anspruchsvollen Vorjahreswerten messen müssen“, erläuterte Finanzchef Pelka. Insofern erwarte die Hornbach-Gruppe im Gesamtjahr 2014/15 nach wie vor ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Ebit werde stärker wachsen, die Marge sich also verbessern.

Die Hornbach Holding betreibt 143 Bau- und Gartenmärkte in Europa, die in der Hornbach Baumarkt AG gebündelt sind. Die Tochter macht mehr als 90 Prozent des Konzernumsatzes aus und ist seit Montag ebenfalls im Kleinwertesegment SDAX notiert. Die Aktien beider Unternehmen verbuchten am Donnerstag Kursgewinne von rund ein Prozent. Zur Gruppe gehören außerdem noch ein Baustoffhandel und das Immobilienmanagement.

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