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14.01.2010

15:29 Uhr

Statistik

2009 erstmals seit Jahren wieder weniger Flugreisende

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Flugreisenden in Deutschland erstmals seit 2002 wieder zurückgegangen. Grund dafür ist vor allem die Wirtschaftskrise.

2009 sind wieder weniger Menschen geflogen. dpa

2009 sind wieder weniger Menschen geflogen.

HB WIESBADEN. Laut Statistischem Bundesamt gab es 158 Mio. Fluggäste auf deutschen Flughäfen 2009 - ein Minus von 4,8 Prozent. Damit war nach den vorläufigen Zahlen die prozentuale Veränderung höher als nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA: 2002 war die Zahl der Flugreisenden in Deutschland um 3,3 Prozent gesunken.

Im Luftverkehr mit dem Ausland ging die Zahl der Fluggäste 2009 um 4,8 Prozent auf 135 Mio. Passagiere zurück, bei den Inlandsflügen (24 Mio. Fluggäste) nahm die Zahl um 4,9 Prozent ab.

Auch im Fernverkehr mit Bussen und Bahnen wurden 2009 weniger Fahrgäste befördert. Fernreisende benutzten 123 Mio. Mal die Eisenbahn - das waren 0,7 Prozent weniger Fahrten als 2008. Beim Bus- Fernverkehr sank die Fahrgastzahl (rund zwei Mio.) um etwa neun Prozent.

Gestiegen sind die Fahrgastzahlen 2009 im öffentlichen Nahverkehr - um 1,2 Prozent. Den vorläufigen Angaben nach wurden 10,4 Mrd. Fahrten mit Bahnen und Bussen im Linienverkehr unternommen. Das waren 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei den Bussen stieg die Zahl minimal (+0,2), beim Eisenbahnverkehr - dazu zählen auch S-Bahnen - blieb sie konstant.

Dagegen wurden Straßenbahnen deutlich stärker genutzt (+ 3,7 Prozent). Dies erklären die Statistiker vor allem mit „Sonderfaktoren“ in Berlin. Zum einen habe ein mehrere Wochen andauernder Streik 2008 zu niedrigeren Fahrgastzahlen geführt. Zum anderen seien wegen 2008 begonnener Einschränkungen im Berliner Eisenbahnverkehr viele Fahrgäste etwa auf U-Bahnen umgestiegen.

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