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06.02.2014

11:19 Uhr

Steigende Fleischproduktion

Mehr Hähnchenschenkel und Schweinekoteletts

Hochbetrieb auf Deutschlands Schlachthöfen: Die Fleischherstellung ist im vergangenen Jahr gestiegen. Dafür sorgten vor allem die Geflügelbranche und der Schweinefleischsektor. Der Zuwachs sei um 0,4 Prozent gewesen.

Die Zahl der geschlachteten Schweine ist 2013 auf 58,6 Millionen gestiegen. dpa

Die Zahl der geschlachteten Schweine ist 2013 auf 58,6 Millionen gestiegen.

Die Fleischproduktion deutscher Schlachtbetriebe hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Insgesamt wurden hierzulande knapp 8,1 Millionen Tonnen Fleisch erzeugt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Dies sei im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs um 0,4 Prozent gewesen. Verantwortlich dafür seien vor allem die Geflügelbranche und der Schweinefleischsektor.


Insgesamt wurden demnach 58,6 Millionen Schweine in Deutschland geschlachtet, das waren 0,7 Prozent oder gut 411.000 Tiere mehr als im Vorjahr. Die produzierte Schweinefleischmenge betrug knapp 5,5 Millionen Tonnen. Das waren 0,6 Prozent mehr als 2012, aber nicht so viel wie 2011, als mit der Schlachtung von 59,6 Millionen Schweinen 5,6 Millionen Tonnen Fleisch produziert wurden.

Fleischkonsum in Deutschland

Fleischproduktion

Die weltweite Fleischproduktion ist nach Angaben des WWF um 400 Prozent angestiegen: Von 1961 bis 2009 ist die Produktion von 70 Millionen Tonnen auf 300 Millionen Tonnen gewachsen.

Quelle: WWF

Jahresverbrauch

Durchschnittlich lag der Fleischbrauch pro Kopf in Deutschland im Jahr 2010 bei 88,2 Kilogramm.

Tagesverbrauch

Durchschnittlich verzehren die Deutschen pro Tag rund 166 Gramm Fleisch.

Empfohlene Tagesmenge an Fleisch

Aus ernährungspsychologischer Sich liegt die empfohlene Tagesmenge an Fleisch bei rund 86 Gramm.

Risiken beim Fleischkonsum

Bereits wenn die empfohlene Tagesdosis an Fleisch um 50 Gramm überschritten wird, erhöht sich das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken um 25 - 40 Prozent.

Welche Tiere essen die Deutschen?

Durchschnittlich verzehrt ein Deutscher in seinem Leben vier Kühe und Kälber, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Truthähne, 46 Schweine und 945 Hühner.

Geflügel

Im Jahr 2010 wurden 683.114.084 Hühner, Truthähne und anders Geflügel geschlachtet.

Schweine

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 58.413.677 Schweine geschlachtet.

Artgerechte Tierhaltung

Der Anteil des Schweinefleisches auf dem deutschen Markt, dass aus artgerechter oder ökologischer Tierhaltung stammt, beträgt laut WWF 0,5 Prozent.

Genutzte Fläche

Wenn der Fleischkonsum in den OECD-Ländern um 30 Prozent reduziert werden würde, stünden 30 Millionen Hektar Fläche mehr zur Verfügung.

Quelle: WWF

Die Produktion von Geflügelfleisch legte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf knapp 1,5 Millionen Tonnen zu, wie die Statistiker weiter mitteilten. Demnach nimmt die Geflügelfleischerzeugung seit mehr als 20 Jahren fast stetig zu. Einzige Ausnahme sei das Jahr 2006 gewesen, als die Produktion wegen der Geflügelgrippe im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen war. Seit 1991 verdreifachte sich die Produktion von Geflügelfleisch in Deutschland.


Leicht rückläufig war die Zahl der geschlachteten Rinder: 2013 wurden mit 3,5 Millionen Tieren 3,4 Prozent weniger Rinder geschlachtet als 2012. Da die getöteten Tiere im Durchschnitt schwerer waren, ging die Schlachtmenge nur um 2,4 Prozent zurück.

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