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16.11.2014

16:25 Uhr

Stiftung Warentest

Ritter Sport verzichtet auf Schadenersatz

Die Stiftung Warentest hatte Ritter Sport unterstellt, falsche Angaben auf ihren Produkten gemacht zu haben. Der Schokohersteller klagte und gewann. Doch Schadenersatz fordert das Unternehmen nicht.

Voll-Nuss-Schokolade der Marke Ritter Sport: „Unser Ziel war es zu beweisen, dass unsere Deklaration korrekt ist und Zweifel auszuräumen.“ dpa

Voll-Nuss-Schokolade der Marke Ritter Sport: „Unser Ziel war es zu beweisen, dass unsere Deklaration korrekt ist und Zweifel auszuräumen.“

WaldenbuchDer Schokohersteller Ritter Sport verzichtet auf mögliche Schadenersatzforderungen gegen die Stiftung Warentest. „Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen“, sagte ein Unternehmenssprecher dem „Tagesspiegel“. Der Schokoladenhersteller hatte im September vor Gericht im Streit mit der Stiftung Warentest gesiegt. Die Stiftung darf Ritter Sport in ihrem Schokoladentest keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas vorwerfen.

In einem Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen vor gut einem Jahr hatten die Prüfer der Ritter-Sport-Tafel die Note fünf gegeben, weil die Schokolade das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei. Der Hersteller hatte eine einstweilige Verfügung gegen diese Behauptung erreicht. Ob das Aroma tatsächlich natürlich oder chemisch hergestellt ist, konnte das Gericht nicht klären.

Ritter Sport – rund ums Quadrat

Warum eine quadratische Tafel?

Die quadratische Tafel existiert bereits seit 1932. Die viereckige Form dachte sich die Oma vom jetzigen Firmenchef Alfred T. Ritter aus, wie das Unternehmen berichtet.

Snack

Sie beobachtete im Jahr 1932 Menschen auf dem Weg zum Fußballplatz in Waldenbuch, die Schokolade als Snacks für die Spielpause in die Jackentaschen steckten.

Sportjackett

„Die Tafeln haben immer oben rausgeschaut und sind leicht zerbrochen“, erzählt der heutige Chef Alfred T. Ritter. „Meine Großmutter wollte eine Tafel machen, die ins Sportjackett passt.“

Quadratisch

Die Schokolade, die sie daraufhin ihrer Familie präsentierte war quadratisch und dicker als die üblichen, länglichen 100-Gramm-Tafeln.

Wo wird die Schokolade produziert?

Es gibt nur eine Fabrik für die quadratische Schokolade: den Standort in Waldenbuch bei Böblingen. An dem soll auch festgehalten werden.

Vorteile der Produktionsstätte

Hohe Sicherheit, gute Infrastruktur und motivierte Mitarbeiter sind laut Gründer-Enkel Alfred T. Ritter die Vorteile der schwäbischen Produktionsstätte.

Credo

Dies wiege niedrigere Lohnkosten im Ausland mehr als auf. Mitarbeiter bezeichnet Ritter als Freunde. Sein Credo: „Bei Schokolade schmeckt man, wie es den Leuten geht, die sie produzieren.“

Wo wird Ritter Sport verkauft?

Mittlerweile kann die quadratische Schokolade in über 90 Ländern weltweit gekauft werden. Vor allem auf dem europäischen Markt ist Ritter Sport stark vertreten. In den nächsten Jahren möchte die Alfred Ritter GmbH aber noch weiter expandieren, so eine Sprecherin.

„Unser Ziel war es zu beweisen, dass unsere Deklaration korrekt ist und Zweifel auszuräumen“, sagte der Ritter-Sport-Sprecher dem Bericht zufolge, „das haben wir erreicht“. Durch den Streit sei Ritter Sport ein enormer Imageschaden entstanden. Nach dem Urteil hatte der Sprecher gesagt, nachteilige Folgen beim Absatz ließen sich kaum nachweisen, da der Umsatz in der Vorweihnachtszeit generell höher sei.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Dieter Fritz

17.11.2014, 09:39 Uhr

Ein großer Fehler - wenn da nicht mit hohen Schadenersatzforderungen nachgesetzt wird pinkeln einem die Pinscher bei nächster Gelegenheit wieder ans Bein;/

Herr Dieter Fritz

17.11.2014, 09:40 Uhr

Ein großer Fehler - wenn da nicht mit hohen Schadenersatzforderungen nachgesetzt wird pinkeln einem die Pinscher bei nächster Gelegenheit wieder ans Bein;/

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